Preissteigerung Handel hält höhere Preise für möglich

Zwar bietet der deutsche Handel nur wenige Produkte aus Russland und der Ukraine an, dennoch könnte der Krieg steigende Preise bedingen. Das Angebot an Lebensmitteln dürfte dagegen nicht beeinflusst werden, erklärt der Handelsverband.

Dienstag, 01. März 2022, 14:34 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Getty Images

Angesichts der Bedeutung Russlands als Gas- und Ölexporteur könne sich der Anstieg der Energiepreise nochmals beschleunigen, teilte der Handelsverband Deutschland mit. Dieser würde die Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette über Landwirtschaft, produzierendes Gewerbe bis hin zum Handel treffen und letztlich auch auf höhere Verbraucherpreise durchschlagen.

Deutlich gestiegene Energiepreise treiben seit Monaten die Inflation in Europa, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zogen die Preise für Öl und Gas weiter an. Ökonomen rechnen unter anderem deshalb auch in diesem Jahr mit einer relativ hohen Teuerung.

Ein knapperes Angebot im Handel ist nach Einschätzung des Handelsverbands wegen des Kriegs in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen aber unwahrscheinlich. „Auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt haben Produkte aus Russland nur eine geringe Bedeutung“, hieß es. Die Einfuhren von Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft aus Russland lägen auf einem sehr niedrigen Niveau. „Mögliche Auswirkungen auf das Angebot im Bereich von Ge- und Verbrauchsgütern wie Lebensmitteln wären damit nur in äußerst geringem Umfang zu erwarten.“

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