Drogeriemärkte Ende der Schlecker-Insolvenz nicht absehbar

Das Insolvenzverfahren des einstigen Drogerieriesen Schlecker zieht sich nach zehn Jahren weiter hin. Aufgrund der Kartellverfahren sei von mindestens zwei bis drei weiteren Jahren auszugehen, bevor das Verfahren ein Ende finden könnte, sagt ein Sprecher des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz.

Freitag, 14. Januar 2022 - Handel
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Artikelbild Ende der Schlecker-Insolvenz nicht absehbar
Bildquelle: LP Archiv

Die vormals größte Drogeriemarktkette Europas aus dem baden-württembergischen Ehingen hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Nachdem ein Rettungsversuch fehlschlug, verloren rund 25.000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. „Es gab vermutlich in Deutschland bislang kaum ein vergleichbares Insolvenzverfahren hinsichtlich des öffentlichen und medialen Interesses“, so das Büro von Insolvenzverwalter Geiwitz gegenüber dpa.

Nach Geiwitz' Auslegung nahm Schlecker in der Vergangenheit durch Kartellabsprachen unterschiedlicher Lieferanten Schaden. Der Insolvenzverwalter unternehme hierzu seinerseits rechtliche Schritte, etwa gegenüber Herstellern von Kaffee, Zucker, Waschmitteln und Drogerieartikeln. Infolgedessen wurden seitens des Bundeskartellamt und der EU-Kommission bereits Bußgelder verhängt.

Zur genauen Höhe der Forderungen gegenüber Schlecker machte der Sprecher von Geiwitz keine Angaben: Insgesamt handle es sich um eine dreistellige Millionensumme. „Was und wieviel sich davon durchsetzen lässt, ist Gegenstand der gerichtlichen Verfahren. Im Sinne der Schlecker-Beschäftigten wie auch der Steuerzahler ist zu hoffen, dass es möglichst viel sein wird.“ Geiwitz will dabei, neben der Bundesagentur für Arbeit, nicht zuletzt den Schlecker-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gerechtigkeit verschaffen.

 

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