Logistik Auch in Deutschland fehlen Lkw-Fahrer

Leere Supermarktregale, kein Benzin an den Zapfsäulen. Weil Lkw-Fahrer fehlen, gibt es seit Wochen Versorgungsengpässe in Großbritannien. Doch die Krise ist keine rein britische, meint Dirk Engelhardt (Foto), Chef des Bundesverbandes Güterkraftverkehr und Logistik. 

Dienstag, 05. Oktober 2021 - Handel
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Bildquelle: Piotr Banczerowski

„In Großbritannien spielen verschiedene Gründe eine Rolle", erklärt Engelhardt im ntv-Podcast „Wieder was gelernt“. Der Brexit und die Corona-Pandemie hätten die Krise beschleunigt – die Branche warne aber seit vielen Jahren vor einem Engpass, sagt er. 

Davon sei hierzulande zumindest noch nichts zu spüren. „Weil vor allem in Deutschland die ganze Transportbranche sehr stark geprägt ist von mittelständischen Unternehmen, die das in Eigenverantwortung übernehmen", erklärt der Verbandschef. Einige Unternehmer würden sich sogar „selbst auf den Lkw setzen“ oder „Rentner aktivieren“. 

Nach Einschätzung des BGL fehlen in Deutschland derzeit 60.000 bis 80.000 Lkw-Fahrer. „Das heißt, wir sind schon fast auf dem gleichen Niveau wie Großbritannien“, ordnet Engelhardt ein.  

Nachwuchssorgen kommen noch hinzu. Der Beruf des Lkw-Fahrers hat an Attraktivität verloren. Bei einer BGL-Umfrage wurden drei wesentliche Gründe genannt: schlechte Bezahlung, schlechtes Image und schlechte Infrastruktur. „Wir brauchen Lkw-Fahrer auch in Zukunft“, macht der Verbandschef deutlich.

 

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