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Bauernproteste Lidl fordert Dringlichkeitsgipfel

Lebensmittel Praxis | 03. Dezember 2020
Bauernproteste: Lidl fordert Dringlichkeitsgipfel
Bildquelle: LP-Archiv

Nach der Blockade eines Lidl-Zentrallagers durch Landwirte möchte sich der Discounter für faire Preise für landwirtschaftliche Produkte einsetzen. Klaus Gehring, Chef der Schwarz-Gruppe, fordert einen Dringlichkeitsgipfel.

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In dem Schreiben an Branchen- und Verbandsvertreter des Handels und der Landwirtschaft sowie an Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) schlägt Gehrig vor, pragmatische und unbürokratische Lösungen zu verfolgen, um für Landwirte eine Verbesserung der Situation zu erzielen. Er macht deutlich, dass nur ein gemeinsames Vorgehen von Produktion, Verarbeitung, Handel und Politik zum Erfolg führen kann.

Während Gehrig Verständnis für die Proteste der Landwirte zeigte, machte er gleichzeitig deutlich, dass Blockaden von Lagern und Aktionen vor Filialen die Ausnahme sein müssten. "Wir haben eine Verantwortung den Verbrauchern gegenüber. Lange Blockaden erhöhen das Risiko, nicht ausgelieferte Lebensmittel vernichten zu müssen. Daran kann niemandem gelegen sein", erklärte der Manager.

Aus Verärgerung über die Preispolitik des Lebensmitteleinzelhandels hatten am Dienstag hunderte Landwirte im niedersächsischen Cloppenburg die Zufahrt zu einem Zentrallager des Discounters Lidl blockiert.