Tegut Teo Neues automatisiertes Kleinstflächenformat

Tegut bringt ein neues Vertriebsformat an den Start. Unter dem Namen Tegut Teo gibt es jetzt in Fulda einen automatisierten Kleinflächenmarkt mit 50 Quadratmetern Verkaufsfläche, der 24 Stunden täglich geöffnet ist. Langfristig plant das Unternehmen mit mehr als 300 Teo-Standorten.

Donnerstag, 05. November 2020 in Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Neues automatisiertes Kleinstflächenformat
Bildquelle: Tegut / Björn Friedrich

Kunden erhalten über eine App oder per EC- oder Kreditkarte Zugang zu dem kassenlosen Teo-Markt in der Fuldaer Innenstadt. Sie können zwischen 950 Artikeln wählen. Diese können sie entweder mit dem Smartphone über die Teo-App oder an zwei Self-Check-out-Kassen einscannen und per Karte bezahlen. Die Preise orientierten sich eher an normaler Supermarktpreisen als an denen von Tankstellen, sagt Thomas Stäb, Leiter Vertrieb Convenience/Märkte. „Schneller als im Teo kann man im ganzen Lebensmitteleinzelhandel nicht einkaufen“, davon ist Stäb überzeugt. Das komme den Verbrauchergewohnheiten entgegen, so Projektleiter Sören Gatzweiler: „Der Einkauf wird für die Menschen immer mehr zur Nebensache und findet spontan statt.“

Auffällig ist auch die Architektur des Kleinflächenmarkts. Das Mini-Gebäude besteht laut Gatzweiler zu 95 Prozent aus Holz und verfügt über ein Gründach. Der aktuelle Markt besteht aus vier Modulen und beinhaltet zwei sogenannte „Plug-in“-Angebote – ein Büchertauschregal und eine Fahrradreparaturstation. „Wir wollen nicht nur Lebensmittel anbieten, sondern auch Mehrwertdienstleistungen“, so Gatzweiler. An anderen Standorten seien beispielsweise eine E-Bike-Ladestation oder eine Packstation denkbar.

Mit dem Konzept, das seit Frühjahr mit einem Prototypen auf dem Tegut-Firmengelände von den Mitarbeitern getestet wurde, will Tegut die Digitalisierung auch im stationären Handel vorantreiben, sagt Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet. Bis Mitte 2021 will das Unternehmen vier bis fünf weitere Teo-Standorte im Raum Fulda eröffnen. „Langfristig werden wir 300 Standorte überschreiten“, betonte Stäb. Geeignete Standorte seien „urbane Zwischenräume“, an denen für einen normalen Tegut-Supermarkt keinen Platz sei, zum Beispiel Verkehrsknotenpunkte, öffentliche Einrichtungen, Neubaugebiete oder Firmengelände. „Mit Teo wollen wir neue Eins-a-Lagen benennen und bespielen“, so Stäb.

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