Anzeige

Mehrwertsteuersenkung Handelsunternehmen reagieren

Lebensmittel Praxis | 26. Juni 2020
Mehrwertsteuersenkung: Handelsunternehmen reagieren
Bildquelle: Getty Images

Die beschlossene Mehrwertsteuersenkung wird vom Handel flexibel umgesetzt. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze und Ziele.

Anzeige

Für die Zeit zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2020 hat die Bundesregierung beschlossen, die Mehrwertsteuersätze von 19 auf 16 beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent zu senken. Konsum Dresden wird diesen Beschluss hauptsächlich zur Preissenkung der bevorzugt nachgefragten Frischeprodukte verwenden. „Wir sehen von einem pauschalen Rabatt ab und senken gezielt die Preise von Frischeprodukten, um durch die erhöhte Nachfrage vor allem die Bauern und Lieferanten in unserer Region zu unterstützen“, erläutert Vorstandssprecher der Konsum Dresden, Roger Ulke.

Aldi Nord und Aldi Süd gehen über die beschlossene Mehrwertsteuersenkung hinaus. Ab dem 27. Juni wird das gesamte Sortiment preislich um 3 Prozent reduziert. Damit senkt der Discounter geringer besteuerte Produkte freiwillig um einen Prozentpunkt mehr als vom Gesetzgeber vorgesehen. Stefan Kopp, Sprecher des Verwaltungsrats von Aldi Süd: „Bei uns muss niemand nachrechnen, ob und welche Preissenkungen wofür gelten: Bei Aldi werden einfach drei Prozent vom gesamten Einkauf abgezogen. Das lohnt sich vor allem bei Großeinkäufen und hilft besonders denjenigen, die von der Corona-Krise wirtschaftlich betroffen sind.“

Netto Marken-Discount unterstützt den Koalitionsbeschluss ebenfalls und gibt die Preisvorteile ab dem 29. Juni komplett an seine Kunden weiter. Zusätzlich rundet das Unternehmen alle Preise ab. Damit will Netto zur Entlastung seiner Kunden – insbesondere Familien – in der aktuell herausfordernden Zeit beitragen. Gleichzeitig soll die Preissenkung bundesweit und im Netto-Online-Shop einen Impuls setzen, das Konsumklima in Deutschland zu stärken.