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Lebensmittelverschwendung Handel verpflichtet sich

Lebensmittel Praxis | 22. Juni 2020

Bildquelle: Getty Images

Im Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln haben sich 16 Großhändler und Supermärkte zu mehr Engagement verpflichtet. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilt, sagten unter anderem Rewe, Netto, Lidl, Aldi Süd, Norma, Penny und Edeka verbindlich zu, noch verkehrsfähige Waren beispielsweise an soziale Einrichtungen oder Gastronomiebetriebe weiterzugeben.

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Zudem haben sie sich die Handelsunternehmen verpflichtet, Daten zu weggeworfenen Lebensmitteln zu erfassen. Ziel der Regierung ist, Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren. Außerdem sieht die Erklärung 13 weitere «Wahlpflichtmaßnahmen» vor, von denen jedes Unternehmen nun mindestens vier umsetzen muss. Dazu gehört etwa, Obst und Gemüse mit «Schönheitsfehlern» zu verkaufen, die Kühlkette zu verbessern, Kunden und Mitarbeiter zu sensibilisieren oder Waren, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreicht ist, günstiger zu verkaufen. Im Februar 2021 soll es einen Zwischenbericht und zum Sommer 2022 einen Endbericht über die Umsetzung geben. Von möglichen Sanktionen ist in der Erklärung nicht die Rede.

Unterzeichnet haben auch Alnatura, Bio Company, Hello Fresh, Metro, Tegut, Querfeld, Transgourmet, Wasgau und Chefs Culinar West. Sie sagten damit auch zu, sich an der Erarbeitung einer Zielvereinbarung mit konkreten Zwischenzielen zur Reduzierung der Lebensmittel-Abfälle bis 2030 zu beteiligen. Sie soll spätestens im August 2022 stehen.