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Jugendschutz Renate Künast fordert Altersbeschränkung für Energy Drinks

Lebensmittel Praxis | 26. August 2019
Jugendschutz: Renate Künast fordert Altersbeschränkung für Energy Drinks

Bildquelle: Santiago Engelhardt

Erneut fordert die Politik eine Altersbeschränkung für aufputschende Getränke. Die Drogerieketten Rossmann und DM schränken den Verkauf von Energy Drinks an Jugendliche und Kinder bereits ein.

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Grünen Politikerin Renate Künast hält eine gesetzliche Regelung für den Konsum von Energy Drinks für unabdingbar. „Diese Drinks sind keine Limonaden, sondern für jeden zehnten Jugendlichen in Deutschland eine Gesundheitsgefahr“, sagte die Politikerin gegenüber dem Handelsblatt. Eine Altersbeschränkung sei daher das „wirksamste Mittel“. „Unter 16-Jährige sollten diese Drinks nicht kaufen dürfen.“

Laut einer Foodwatch-Umfrage von 2015 haben in Deutschland bisher zwei von 14 befragten Handelsunternehmen – Dm und Rossmann – den Verkauf von Energy Drinks an Kinder und Jugendliche eingeschränkt: Bei Dm gibt es gar keine Energy Drinks, bei Rossmann werden sie nicht an unter 16-Jährige abgegeben. In den Niederlanden reagierten im letzten Jahr Aldi und Lidl und stoppten den Verkauf von Energy Drinks an Kinder.

Zu den bekanntesten Marken von Energy Drinks und Energy Shots gehören Red Bull, Monster und Rockstar. 2017 lag der Gesamtumsatz durch Energy Drinks alleine in Deutschland bei 1,1 Milliarden Euro. Marktführer ist Red Bull. Der österreichische Konzern machte im Jahr 2017 einen Umsatz von rund 6,28 Milliarden Euro.

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) konsumieren etwa 60 Prozent der deutschen Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren Energy Drinks, 37 Prozent trinken Energy Drinks in Kombination mit Alkohol. Der Absatz in Deutschland hat sich von 2005 bis 2012 fast vervierfacht.