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Tarifrunde 2019 Streiks weiten sich aus

Lebensmittel Praxis | 14. Juni 2019
Tarifrunde 2019: Streiks weiten sich aus

Bildquelle: Verdi

Angesichts der laufenden Tarifrunde im Handel weitet Verdi die Streiks in mehreren Bundesländern an diesem Freitag und Samstag (14. und 15. Juni 2019) aus. Ein Schwerpunkt der Arbeitskampfmaßnahmen liegt dieses Mal auf Kaufland: In insgesamt rund 165 Filialen des Unternehmens werden über 2.000 Beschäftigte die Arbeit niederlegen (in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und zu drei zentralen Streikversammlungen zusammenkommen.

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„Die Arbeitgeber haben bisher nur Reallohnverluste geboten. Das ist eine Unverschämtheit angesichts der harten Arbeit, die die Beschäftigten täglich leisten“, betont Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel. „Wir fordern, dass die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorlegen, das reale Entgeltsteigerungen bedeutet. Und dass sie sich gemeinsam mit uns für die Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit einsetzen.“

Kaufland bzw. die Schwarz-Gruppe habe sich in der Vergangenheit positiv zur Allgemeinverbindlichkeit geäußert, das begrüßt die Gewerkschaft. „Wir erwarten, dass das Unternehmen sich dann auch im Arbeitgeberverband mit Nachdruck dafür einsetzt, dass die unsägliche Blockadehaltung der Unternehmen zur Allgemeinverbindlichkeit, vor allem seitens Edeka, endlich aufhört“, so Akman.

Am heutigen 14. Juni finden in drei Bundesländern zentrale Streikversammlungen statt: in Baden-Württemberg vor der Kaufland-Zentrale in Neckarsulm, in Dortmund und in Erfurt. Verdi fordert für den Einzelhandel unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 163 Euro bzw. einen Euro mehr pro Stunde. Für den Groß- und Außenhandel werden ebenfalls 6,5 Prozent gefordert, sowie länderspezifisch z. T. Mindestbeträge, die sich je nach Land zwischen 150 und 200 Euro monatlich bewegen.