Bis 1997 bekleidete der Münsterländer das Amt des „Bauernpräsidenten“, das von ihm maßgeblich geprägt wurde und das für immer auch mit seinem Namen verbunden bleiben wird. Der „Baron aus Westfalen“ war im Berufsstand eine Institution und außerhalb der Landwirtschaft als Bannerträger der Bauern bekannt. Gegenüber drei Bundeskanzlern – Brandt, Schmidt und Kohl – sowie drei Bundesministern – Ertl, Kiechle und Borchert – vertrat er die Landwirtschaft und den ländlichen Raum. Seine Arbeit hat Heereman viel öffentliche Anerkennung eingetragen. So wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, mit dem Verdienst-orden des Landes NRW sowie mit zahlreichen weiteren Ehrungen, etwa in den Niederlanden, der ursprünglichen Herkunft seiner Familie, in Frankreich und in Österreich ausgezeichnet. Auch der „Orden wider den tierischen Ernst“ des Aachener Karnevalsvereins wurde Heereman verliehen, weil er verstand, seine Ämter stets auch mit der notwendigen Prise Humor auszuüben. Als Mitglied des Aufsichtsrates und dessen Vorsitzender (von 1974 bis 2001) hat Constantin Freiherr Heereman auch den Landwirtschaftsverlag in Münster-Hiltrup begleitet. In seine Amtszeit fielen wegweisende Weichenstellungen, welche die Ausrichtung, die Entwicklung und das Gesicht des Verlages bis heute bestimmen.
Nachruf Constantin Freiherr Heereman
Der langjährige Präsident und Ehrenpräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) und des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck, ist am 26. Juli im Alter von 85 Jahren verstorben. Fast drei Jahrzehnte war Heereman Präsident des WLV und fast 28 Jahre Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV).
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