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Linke Gesetz zur Lebensmittel-Rettung

Lebensmittel Praxis | 18. April 2017
Linke: Gesetz zur Lebensmittel-Rettung

Bildquelle: www.karin-binder.de

Im Kampf gegen das Verschwenden von Lebensmitteln sollte der Handel aus Sicht der Bundestagsfraktion der "Linken" gesetzlich verpflichtet werden, noch genießbare Ware billiger oder umsonst an Interessierte, Mitarbeiter oder gemeinnützige Organisationen abzugeben.

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Die ernährungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Karin Binder (Foto), forderte, es dürften zudem sogenannte Lebensmittelretter, die Waren aus dem Müll holen, nicht länger wegen Diebstahls oder Hausfriedensbruchs zu hohen Geldstrafen verurteilt werden. Dieses sogenannte "Containern" müsse straffrei werden, damit der Handel nicht weiterhin jedes Jahr tonnenweise genießbare Lebensmittel in den Müll werfe. "Das ist eine unverantwortliche Ressourcenvernichtung insbesondere für die Erzeugerländer", meint Binder. Es zeige auch eine fehlende Wertschätzung gegenüber heimischen Bauern  und sei somit "unsozial und nicht umweltfreundlich".

Der einzelne Verbraucher sollte nach ihrer Ansicht darauf achten, nur die tatsächlich benötigten Mengen einzukaufen: "Gerade Single-Haushalte sollten beim Einzelhandel regelmäßig nach kleineren Packungsmengen oder noch besser nach offener Ware fragen." Nach Daten der Regierungsinitiative "Zu gut für die Tonne" wirft jeder Bürger hierzulande pro Jahr Lebensmittel im Wert von rund 235 Euro weg - am häufigsten Obst und Gemüse.