Süßwaren Inszenierung für das Abschluss-Quartal läuft - Kellogs, Alnavit, Lorenz Bahlsen und Co.

Ein weitgehend positiv verlaufenes 1. Halbjahr nährt unter den Süßwarenherstellern die Zuversicht auf einen guten Jahresabschluss. Moderate Preiserhöhungen sind in Sicht.

Montag, 16. September 2013 - Süßwaren
Dieter Druck
Artikelbild Inszenierung für das Abschluss-Quartal läuft - Kellogs, Alnavit, Lorenz Bahlsen und Co.
Bildquelle: Mugrauer

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Mc Vities und Mondelez International mit Bel Vita zielen vor allem auf das Frühstück. Und mit Kelloggs wird bald ein weiterer potenzieller Anbieter auf dem deutschen Keksmarkt erwartet. Unter der Marke Special K werden Choco-Riegel und Mini-Breaks – das sind schokolierte One-Bites auf Basis von Hafer, Weizen und Reis – beispielsweise in Spanien und Frankreich schon angeboten. Im deutschen und österreichischen Markt sucht man sie noch vergeblich. Ansonsten sind die Bremer mit der Integration von Pringels zufrieden. Trotz eines durch die Fußball-EM bedingten Absatzknicks im vergangenen Jahr habe man den Marktanteil gehalten und bewege sich mengen- und wertmäßig leicht über Vorjahr. Das soll bis Jahresende so bleiben.

Einen anderen Aspekt bringt Alnavit in das Saisongeschäft und präsentiert für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit Dominosteine, Elisenlebkuchen, Gewürz-Spekulatius, Baumkuchenringe und Buttersterne. Die gesamte Range unter Alnavit „Frei von“ ist ab Anfang Oktober bei den Alnatura-Märkten sowie bei Budni, Globus, Tegut, Hit und in den dm- Drogeriemärkten in Österreich sowohl im Regal als auch auf Displays zu finden.

„Bei den salzigen Snacks ist zwar der Promotionanteil nochmals gestiegen, generell hat sich das Wachstum in den letzten Jahren auf Umsatzbasis aber verlangsamt. Dies hat u. a. den Grund, dass gerade auch aktuell wieder häufig sehr aggressive Aktionspreise gezeigt werden, die letztlich zulasten des Umsatzes gehen“, sagt man bei Lorenz Bahlsen. Eine Promotionbewertung auf Absatzbasis ergäbe ein anderes Bild. Insofern sei die Frage zu stellen, inwieweit Aktionen künftig effizienter wirken können und somit zur Entwicklung der Kategorie und der Marken beitragen – und dies auf Umsatz- und Ertragsbasis. Betrachte man das Thema auf diese Art und Weise, so hätten Promotions auf jeden Fall noch Potenzial, ist man in Neu-Isenburg überzeugt.

Gleiche Sicht der Dinge bei Intersnack. Bei 61 Prozent ungeplant gekauften Snacks seien Aktionen am PoS unverzichtbare Impulsgeber für Spontankäufe. Dazu kommt die Vielfalt durch zahlreiche Neuprodukte beim Marktführer im Segment der Salzigen Snacks, die in den ersten sechs Monaten des Jahres gut „performten“. Dazu zählen beispielsweise Mikrowellen-Popcorn (Karamell) und Funny-Frisch-Kesselchips mit der Neu-Variante Rosemary & Salt. Die Kesselchips aus Köln haben laut Nielsen Market Track im Segment der traditionell hergestellten Chips einen Umsatzanteil von knapp 75 Prozent. Seit Einführung der Range im Mai 2012 hat sich der Spartenumsatz nahezu verfünffacht.

Und das „Wahljahr“ ist bei Intersnack bereits abgeschlossen. Mit Chipsfrisch Salsa de Brasil hat man die Nachfolger-Variante von Currywurst Style und Rot-Weiss-Schranke gekürt.

Neuzugänge, u. a. auch bei den salzigen Snacks, verbucht die Genuport Trade AG. Das sind die italienische Gebäckmarke Freddi (z. B. Biskuit mit Cremefüllungen), die ebenfalls aus dem Stiefelland stammende Marke Amica, die dort nach eigenen Angaben marktführend in der Herstellung von Kartoffelchips, Knabbergebäcken und Knäckebrot ist. Genuport führt u. a. mit Eldorado hier Low-fat-Chips mit speziellem Schnitt ein. Dritte im Bunde ist Mon Village, mit verschiedenen süßen und herzhaften Gebäcken.

Gleichzeitig richtet sich nach den Sommermonaten der Fokus wieder verstärkt auf die Schokoladenwaren. Hier sei man, so Vorstand Dr. Uwe Lebens, mit trendigen, außergewöhnlichen Sorten gut unterwegs. Als Beispiele nennt er die Marabou-Sorten Salzlakritz sowie Apfelsine-Krokant. Und die Marke Daim begleitet den Kinostart des „Medicus“ mit einer Promotion. „Das ist eine Aktion, die auf Absatz und Markenimage zielt und nicht allein auf Preisstimulanz setzt.“

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