Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 1,9 Prozent auf 97,1 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 4,8 Prozent auf 9,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der Gewinn sank jedoch um 11,7 Prozent auf 2,1 Millionen Euro.
Treiber des Wachstums war das Wassergeschäft. Die Marke Teinacher legte beim Umsatz um 7,9 Prozent zu, Krumbach um 2,8 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich die Heilwassermarke Hirschquelle mit einem Umsatzplus von 33,2 Prozent. Auch Áfri-Cola wuchs mit einem Umsatzplus von 28 Prozent deutlich. Dem standen spürbare Rückgänge im Saft- und Erfrischungsgetränkegeschäft gegenüber: Die Marken Vaihinger, Klindworth und Vaihingers Cocktail Plant verloren zusammen 11,2 Prozent Umsatz. Absolute Absatzmengen weist der Halbjahresbericht nicht aus.
Der Konzern profitiert nach eigenen Angaben von einem Branchentrend: Der Absatz von Mineral- und Heilwasser stieg im deutschen Markt im ersten Halbjahr laut Verband Deutscher Mineralbrunnen um 4,4 Prozent. Das Unternehmen baute sein Produktportfolio aus. Bei Vaihinger führte es drei alkoholfreie Mocktails ein und baute das Schorlen-Geschäft aus. Im Wassersegment kamen neue Wasser-Plus-Produkte, eine Sommerlimonade sowie Hirschquelle Vital im Mehrweggebinde hinzu.
Geschäftsführung bestätigt Prognose
Die Ertragslage verbesserte sich operativ. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 11,0 auf 11,4 Prozent. Ausschlaggebend waren neben dem Umsatzwachstum positive Bestandseffekte und geringere Aufwendungen für bezogene Leistungen. Der Rohertrag wuchs um 4,7 Prozent auf 56,5 Millionen Euro.
Unterhalb des EBITDA bleibt das Bild verhaltener. Höhere Tarifkosten ließen den Personalaufwand um 3,7 Prozent auf 17,0 Millionen Euro steigen. Marketing, Vertrieb, Logistik und zentrale Dienstleistungen erhöhten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,3 Prozent auf 31,7 Millionen Euro. Zudem stiegen die Abschreibungen infolge der Vorjahresinvestitionen in Abfülltechnik und Gebinde um 8,0 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verharrte deshalb bei 3,2 Millionen Euro. Wegen höherer Zinsaufwendungen für Investitionskredite und geringerer Zinserträge sank das Finanzergebnis.
„Im ersten Halbjahr 2026 konnten wir unseren Wachstumskurs fortsetzen“, zitierte das Unternehmen Andreas Gaupp, Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement, der persönlich haftenden Gesellschafterin, in der Mitteilung. Die Geschäftsführung bestätigte ihre Prognose für das Gesamtjahr. Sie erwartet einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse und ein moderat über dem Vorjahresniveau liegendes EBITDA.