Tiefkühlkost-Direktvertrieb Eismann setzt auf KI-gestützte Bestandsplanung

Eismann wechselt zur cloudbasierten Version einer Bestandsmanagementsoftware. Die neue Lösung nutzt künstliche Intelligenz für Absatzprognosen. Bereits mit der alten Version konnte das Unternehmen die Bestände um 25 Prozent senken.

Dienstag, 14. Juli 2026, 10:45 Uhr
Manuel Glasfort
Der Eismann kommt: Mit solchen Lieferwagen bringt Eismann seine Ware zu den Kunden. Bildquelle: Eismann

Der Tiefkühlkost-Direktvertrieb Eismann wechselt zur cloudbasierten Version der Bestandsmanagementsoftware des Anbieters Remira. Das Unternehmen aus Mettmann nutzt die Software des Dortmunder Anbieters bereits seit 2005, wie Remira mitteilte. Die neue Version setzt auf künstliche Intelligenz bei der Absatzprognose.

Eismann versorgt nach eigenen Angaben rund 800.000 Kunden in Deutschland mit Tiefkühllebensmitteln, die direkt an die Haustür geliefert werden. Das Sortiment reicht von Speiseeis über Fertiggerichte bis zu Gemüse. Das Unternehmen betreibt sechs Lagerstandorte in Deutschland. Die Planung von Beständen und Bedarfen ist für Eismann besonders wichtig, da das Geschäft stark von Aktionen und saisonalen Schwankungen geprägt ist. Zudem muss das Unternehmen die Mindesthaltbarkeit der Tiefkühlware im Blick behalten.

Mit der Remira-Software steuert Eismann den Angaben zufolge die Bestandsplanung für rund 49.000 Artikel an den deutschen Lagerstandorten. Die Software unterstützt die tägliche Disposition und die strategische Bedarfsplanung. „Nach der Einführung konnten wir die Bestände ohne großen Aufwand um 25 Prozent reduzieren – und das bei gleichbleibender Lieferfähigkeit“, zitierte Eismann den Leiter der Logistik, Carl Wanders, in der Mitteilung. Zudem habe das Unternehmen interne Prozesse verschlanken können.

Eismann erhofft sich bessere Prognosen durch KI

Die neue cloudbasierte Version der Software soll vor allem durch verbesserte Prognosen auf Basis künstlicher Intelligenz Vorteile bringen. „Ich hoffe, dass gerade im C-Segment die Prognosen besser werden und Trends im Absatz schneller erkannt werden“, sagte Wanders laut der Mitteilung. Das Unternehmen will mit den verbesserten Vorhersagen noch näher an den optimalen Bestand herankommen. Langfristig prüft Eismann, ob auch die Disposition der Servicefahrzeuge über die Software abgebildet werden kann.

Eismann wurde 1974 gegründet und beliefert nach eigenen Angaben Kunden in mehreren europäischen Ländern. Remira beschäftigt nach eigenen Angaben 500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro. Das Unternehmen betreut weltweit rund 1.500 Kunden.

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