Underberg hat im Geschäftsjahr 2025/26 den Umsatz leicht gesteigert auf 136,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Der deutsche Spirituosenmarkt schrumpfte im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent, wie aus Daten von Nielsen IQ hervorgeht. Das bereinigte EBITDA lag bei 12,3 Millionen Euro und übertraf damit die Prognose von 11 bis 12 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das bereinigte EBITDA bei 12,2 Millionen Euro gelegen. Das Geschäftsjahr des Unternehmens läuft vom 1. April bis zum 31. März.
Das internationale Geschäft wuchs nach Angaben des Unternehmens um 9,1 Prozent. Die Vertriebstochter Underberg Sales Corporation in den USA wurde erstmals konsolidiert. „Sowohl das Team vor Ort als auch das Zusammenspiel mit dem Support hier in Rheinberg funktionieren hervorragend“, zitierte das Unternehmen Thomas Mempel, CCO der Underberg Gruppe, in der Mitteilung. Neben den USA konzentriert sich das Unternehmen auf die nordischen Länder, Österreich, die Schweiz sowie auf touristische Destinationen in Südeuropa, ausgesuchte Märkte in Afrika und den Global Travel Retail.
Das Portfolio der Third-Party-Marken legte um 15,2 Prozent zu. Die St.-Hubertus-Tropfen verzeichneten ein Absatzplus von 16,3 Prozent. Das Wachstum führte die Kleinflaschenabfüllung in Rüdesheim an ihre Kapazitätsgrenzen. Das Unternehmen baut deshalb eine zusätzliche Abfülllinie. Die Inbetriebnahme ist für die Zeit vor Ostern 2027 geplant.
Underberg bringt Waldmeister-Edition und Erdbeer-Spritz
Im laufenden Geschäftsjahr bringt das Unternehmen neue Produkte auf den Markt. Im Frühjahr führte es eine „Waldmeister Limited Edition“ von St.-Hubertus-Tropfen ein. Im Sommer folgt ein Erdbeer-Spritz unter der Marke Xuxu als Ready-to-Drink-Produkt. „Wir haben im Juni den 180. Geburtstag unseres Familienunternehmens gefeiert und die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen“, zitierte das Unternehmen Michael Söhlke, CEO der Semper idem Underberg, in der Mitteilung.
Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 31 Prozent. Der Kassenbestand im Konzern lag zum Geschäftsjahresende am 31. März 2026 bei über 17 Millionen Euro. Söhlke verwies auf die anhaltenden Herausforderungen. „So dürfte beispielsweise die Anhebung der Alkoholsteuer für die gesamte Industrie und auch für uns einen Absatzrückgang bedeuten“, zitierte ihn das Unternehmen in der Mitteilung.