Südzucker vermeldet für das erste Geschäftsquartal neben einem geringeren Umsatz ein deutlich besseres operatives Ergebnis. Das operative Konzern-Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich deutlich auf 135 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 96 Millionen Euro.
Ergebnisverbesserung im Segment Zucker
Im Segment Zucker sank der Umsatz deutlich auf 629 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch 704 Millionen Euro gewesen waren. Diesen Rückgang begründet Südzucker sowohl mit einer geringeren Absatzmenge als auch mit nochmals geringeren Zuckerpreisen. Das negative operative Ebitda reduzierte sich auf minus 21 Millionen Euro, nach minus 34 Millionen Euro im Vorjahr. Diese deutliche Ergebnisverbesserung ist trotz des geringeren Umsatzes durch nochmals reduzierte Herstellungskosten in der Kampagne 2025 zu erklären, so Südzucker.
Rüben entwickelten sich gut bis sehr gut
Dem Unternehmen zufolge verlief die Aussaat trotz kühler Witterung im Großteil der Regionen zügig und weitgehend erfolgreich. Insgesamt entwickelten sich die Rüben in den meisten Regionen bis Anfang Juni gut bis sehr gut. Die Erträge würden jedoch maßgeblich vom weiteren Witterungsverlauf und den Auswirkungen der Krankheiten bestimmt.
Im Segment Spezialitäten blieb der Umsatz mit 558 Millionen Euro stabil. Das operative Ebitda verbesserte sich leicht von 66 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 68 Millionen Euro. Die wesentlichen Gründe dafür waren vor allem insgesamt höhere Absatzmengen und teilweise geringere Kosten, die die überwiegend rückläufigen Preise kompensierten.
Weniger Umsatz im Segment Stärke
Im Segment Crop Energies (Geschäft mit Bioethanol) ging der Umsatz trotz höherer Preise für erneuerbares Ethanol aufgrund deutlich niedrigerer Absatzvolumina infolge planmäßiger Wartungsmaßnahmen auf 195 Millionen Euro (Vorjahr: 206 Millionen Euro) zurück. Das operative Ebitda lag im ersten Quartal mit 24 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreszeitraum, als es 4 Millionen Euro gewesen waren. Nach Südzucker-Angaben haben sich im Berichtszeitraum deutlich niedrigere Nettorohstoffkosten und deutlich höhere Preise für erneuerbares Ethanol positiv ausgewirkt.
Im Segment Stärke fiel der Umsatz auf 228 Millionen Euro nach 245 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das begründet Südzucker vor allem mit der Situation der rumänischen Tochtergesellschaft. Höheren Preisen für erneuerbares Ethanol standen Preisrückgänge bei Stärke- und Verzuckerungsprodukten sowie bei Nebenprodukten gegenüber. Das operative Ebitda lag mit 20 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr, als es noch bei 15 Millionen Euro gelegen hatte. Ursache waren gesteigerte Margen durch einen niedrigeren Materialaufwand und höhere Preise für Ethanol.
Umsatz zwischen 8,1 und 8,5 Milliarden Euro erwartet
Im Segment Frucht blieb der Umsatz mit 448 Millionen Euro stabil auf Vorjahresniveau. Das operative Ebitda entwickelte sich trotz stabiler Margen leicht rückläufig auf 44 Millionen Euro.
Südzucker erwartet für das Geschäftsjahr 2026/27 nun einen Konzernumsatz zwischen 8,1 und 8,5 Milliarden Euro. Das operative Konzern-Ebitda wird für das Geschäftsjahr 2026/27 weiterhin in einer Bandbreite zwischen 480 und 680 Millionen Euro gesehen, im Gegensatz zu 535 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025/26.