Die deutsche Ernährungsindustrie erzielte 2025 einen Umsatz von 240,8 Milliarden Euro. Preisbereinigt stagnierte die Branche gegenüber dem Vorjahr und konnte somit erneut kein reales Wachstum erzielen. Während sich das Auslandsgeschäft mit einem realen Plus von 2,2 Prozent positiv entwickelte, sank der preisbereinigte Inlandsumsatz um 1,3 Prozent. Im Inland erwirtschafteten die Unternehmen rund 150 Milliarden Euro. Durch das schwache Inlandsgeschäft nimmt die Bedeutung des Exports für die deutsche Ernährungsindustrie weiter zu: 37,5 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet, nach 35,1 Prozent im Vorjahr.
Ernährungsindustrie weiter verlässlicher Arbeitgeber
Wer den Unternehmen immer neue Vorgaben auferlege und gleichzeitig Wachstum erwarte, dürfe sich über ausbleibende Investitionen nicht wundern. Die Bundesregierung müsse jetzt konsequent auf Entlastung setzen. Und sie würde den Unternehmen bereits helfen, wenn sie aufhörte, ständig neue Belastungen einzuführen. Das erklärt Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE.
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage blieb die Ernährungsindustrie ein verlässlicher Arbeitgeber. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2025 um 2,3 Prozent auf 673.919 Mitarbeiter. Besonders positiv entwickelte sich die Ausbildung: Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich um 8,0 Prozent auf 22.454. Gleichzeitig sank der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen von 12,1 auf 8,3 Prozent.
Mit einem Umsatz von 240,8 Milliarden Euro ist die deutsche Ernährungsindustrie der drittgrößte Industriezweig Deutschlands. Rund 6.000 überwiegend mittelständische Unternehmen beschäftigen knapp 674.000 Menschen und tragen wesentlich zur Versorgungssicherheit sowie zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands bei.