Henkell-Freixenet hat die verbleibenden Anteile an Freixenet und wird damit alleiniger Eigentümer des spanischen Schaumweinproduzenten übernommen. Die Familie Ferrer und José Luis Bonet verkauften ihre Anteile am 2. März, wie das Unternehmen mitteilte. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.
Das Wiesbadener Unternehmen Henkell hatte bereits im Jahr 2018 mit Zustimmung der EU die Mehrheit (50,67 Prozent) beim spanischen Konkurrenten übernommen. Aus der Kooperation entstand der nach Angaben des Unternehmens heute weltweit führende Schaumweinproduzent Henkell-Freixenet.
Pedro Ferrer bleibt dem Unternehmen als Ehrenpräsident der Freixenet verbunden und wird die Marke in einigen Institutionen weiterhin vertreten. Auch José Luis Bonet übernimmt die Rolle des Ehrenpräsidenten.
„Uns beide verbindet seit jeher ein tiefes Verständnis für Tradition, Qualität und Kontinuität“, zitierte das Unternehmen Andreas Brokemper, Chef von Henkell-Freixenet, in der Mitteilung. „Es ist uns eine große Ehre, Freixenet zu übernehmen – eine Ehre, mit der für uns auch eine große Verantwortung einhergeht: die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens in die Zukunft.“
Pedro Ferrer erklärte laut der Mitteilung: „Der Verkauf unserer Anteile ist ein emotionaler Moment für uns.“ Die Familie habe in Henkell-Freixenet einen Partner gefunden, der das Erbe bewahren werde. Ferrer kündigte an, sich künftig auf den Ausbau von Ferrer Wines zu konzentrieren. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Weingütern, die Pedro Ferrer führt. Die Familie Ferrer und José Luis Bonet wollen den Angaben zufolge über Ferrer Wines weiterhin in der spanischen Weinbranche aktiv bleiben.