Brauereiverkauf Schneider Weisse übernimmt die Marken Weltenburger und Bischofshof

Die Brauerei Schneider Weisse kauft die Marken Weltenburger und Bischofshof. Die Braustätte in Regensburg schließt Ende 2026, 56 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Die Klosterbrauerei Weltenburg aus dem Jahr 1050 soll weitergeführt werden.

Freitag, 16. Januar 2026, 12:22 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Für eine Braustätte in Regensburg bedeutet der Deal mit Schneider Weisse das Aus, die älteste Klosterbrauerei der Welt soll allerdings gesichert sein. Bildquelle: Getty Images

Die Brauerei Schneider Weisse kauft die Marken Weltenburger und Bischofshof. Die Brauerei Bischofshof in Regensburg schließt zum Jahresende 2026, 56 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze. Dies teilten die Unternehmen mit. Der Verkauf soll zum 1. Januar 2027 wirksam werden.

Teil des Geschäfts ist nach derzeitigem Stand auch die Übernahme der Klosterbrauerei Weltenburg, die im Jahr 1050 gegründet wurde und als älteste Klosterbrauerei der Welt gilt. Die Klosterbrauerei gehört seit 1973 zu Bischofshof. Sie soll weitergeführt werden, ebenso der Logistikbereich von Bischofshof mit 21 Mitarbeitern.

„Auf uns alleine gestellt, war ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Marken trotz aller Anstrengungen und guten Weichenstellungen der letzten Monate nicht mehr möglich“, zitierte die Mitteilung Till Hedrich, Geschäftsführer von Bischofshof und Weltenburger. Der deutsche Biermarkt schrumpft seit langem, was viele Brauereien unter Druck setzt. Bischofshof gehört einer Stiftung des Bistums Regensburg. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer erklärte, für eine Fortführung der Brauerei in Regensburg habe „jede wirtschaftliche Grundlage“ gefehlt.

Schneider Weisse will Mitarbeiter vermitteln

Für die 56 betroffenen Mitarbeiter in Regensburg sollen nach Angaben der Unternehmen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. Wo möglich wolle man sie „an passende Unternehmen aus dem Netzwerk in der Getränkebranche und dem weiteren Umfeld der Brauerei vermitteln“, so Hedrich. Die Brauereien kooperieren bereits seit längerem. Die geplante Zusammenlegung der Produktion in Kelheim und Weltenburg soll Synergien freisetzen und die Effizienz steigern.

Über den Kaufpreis vereinbarten die Vertragspartner Stillschweigen. Georg VII. Schneider, Geschäftsführer von Schneider Weisse, sprach von einem „Portfolio absoluter Traditionsmarken“, das entstehe.

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