Getränkebranche Fritz-Kola verkauft erstmals Getränke in Aluminiumdosen

Fritz-Kola startet im Dezember eine vierwöchige Testphase mit Aluminiumdosen in Hamburg. Fünf Sorten gibt es dann in der 0,33-Liter-Dose. Bislang nutzte das Unternehmen ausschließlich Glasmehrwegflaschen.

Dienstag, 11. November 2025, 10:35 Uhr
Theresa Kalmer
Fritz-Kola geht neue Wege: Ende des Jahres bringt das Getränkeunternehmen Teile seines Sortiments erstmals in der Dose ins Regal. Bildquelle: Fritz-Kola

Der Getränkehersteller Fritz-Kola bringt Ende des Jahres erstmals Teile seines Sortiments in Aluminiumdosen auf den Markt. Im Dezember startet das Unternehmen eine vierwöchige Pilotphase in Hamburg, in der fünf Sorten in der 0,33-Liter-Dose erhältlich sein werden. Dies teilte das Unternehmen mit. Bislang setzte Fritz-Kola ausschließlich auf Glasmehrwegflaschen.

Das Unternehmen begründet den Schritt mit sinkenden Rücklaufquoten im Glasmehrwegsystem. In einigen Märkten und Zielgruppen zeigten Dosen derzeit stabilere Rückgabequoten als Glasmehrwegflaschen, heißt es in der Mitteilung. „Als fritz-Kola 2003 an den Start ging, war für uns klar: Wir gehen konsequent den Glasmehrweg. Damals war dieser alleinige Fokus gut umsetzbar, die Pfandsätze allein reichten völlig aus, um das System stabil zu halten“, zitierte das Unternehmen Gründer und Geschäftsführer Mirco Wolf Wiegert in der Mitteilung.

Wiegert fordert nach eigenen Angaben eine deutliche Erhöhung des Pfands auf Glasflaschen. Er plädiert für einen Betrag zwischen 20 und 25 Cent, um die Rückführung und den Erhalt des Mehrwegsystems langfristig zu sichern. „Die Pfandbeträge sind seit 40 Jahren unverändert, die Beschaffungskosten übersteigen seit langem die aktuellen Pfandsätze, Flaschen finden nicht in den Kreislauf zurück und auch auf politischer Ebene wird die Einhaltung des Verpackungsgesetzes kaum gefördert“, zitierte das Unternehmen Wiegert weiter.

Fritz-Kola testet zwei Dosendesigns in St. Pauli

Die Dose startet in ausgewählten Läden auf St. Pauli und in der Sternschanze. Dort sind die Sorten Fritz-Kola Original, Fritz-Kola Super-Zero, Fritz-Kola Classic Light, Fritz-Limo Orange und der Kola-Mix Mischmasch in der 0,33-Liter-Dose erhältlich. Die Entscheidung für diese Stadtteile begründet Geschäftsführer Florian Weins laut der Mitteilung damit, dass es dort Zonen gebe, in denen Glasflaschen ähnlich wie auf vielen Festivals gänzlich verboten seien. Das Unternehmen bietet zwei unterschiedliche Designs an, zu denen Kunden per QR-Code ihre Meinung abgeben können.

Fritz-Kola betont, weiterhin auf Glasmehrweg zu setzen. Das Unternehmen habe zuletzt gezielt in den Ausbau moderner Glasmehrweganlagen bei seinem langjährigen Partner Frankenbrunnen investiert und gemeinsam mit einem neuen Abfüllpartner in Belgien moderne Mehrweganlagen aufgebaut, heißt es in der Mitteilung. Fritz-Kola wurde 2002 von zwei Studenten in Hamburg gegründet und brachte die erste Kola 2003 auf den Markt.

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