Die Verbraucher in Deutschland bevorzugen beim Einkauf deutsche Produkte. 80 Prozent der Konsumenten würden Waren aus Deutschland kaufen, wenn Preis und Verfügbarkeit keine Rolle spielten. Dies ergab eine aktuelle Befragung der Initiative Digitale Handelskommunikation (IDH) unter 2.470 Personen, wie die IDH mitteilte.
Auch das Vertrauen in Marken aus Deutschland ist mit 83 Prozent sehr stark. Bei Produkten aus den USA liegt dieser Wert bei nur 20 Prozent, bei asiatischen Waren sogar nur bei 9 Prozent. Ein Viertel der Befragten gab an, aufgrund der aktuellen US-amerikanischen Politik bereits US-Produkte boykottiert zu haben. Weitere 45 Prozent ziehen einen solchen Boykott in Erwägung, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
Die Verbraucher verbinden mit europäischen Marken und Produkten vor allem hohe Qualität (62 Prozent), faire Arbeitsbedingungen (52 Prozent) und mehr Nachhaltigkeit (40 Prozent). Allerdings schreiben 28 Prozent europäischen Produkten auch höhere Preise zu. Bei Lebensmitteln würden 40 Prozent der Konsumenten für Produkte aus Europa mehr zahlen.
Stationärer Handel bleibt erste Wahl
Der stationäre Handel genießt bei den Verbrauchern weiterhin großes Vertrauen. 85 Prozent der Befragten kaufen Lebensmittel bevorzugt im Geschäft ein. Als Gründe nennen 83 Prozent die Möglichkeit, Produkte sofort mitnehmen zu können. 81 Prozent schätzen die Möglichkeit, Waren vor Ort zu prüfen. 66 Prozent legen Wert auf persönliche Beratung.
Der Online-Handel in Deutschland verzeichnet dennoch weiter Wachstum. Die deutschen Online-Händler steigerten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 80 Milliarden Euro, wie aus einer Studie des EHI Retail Institute und der ECDB hervorgeht. Besonders stark wuchs dabei der Bereich Lebensmittel mit einem Plus von 30 Prozent.
