Nachhaltigkeit Premium Food Group meldet Fortschritte beim Klimaschutz

Der Lebensmittelproduzent Premium Food Group, früher Tönnies, hat seine Treibhausgasemissionen 2024 um mehr als zehn Prozent gesenkt. Das Unternehmen schaffte das trotz gestiegener Produktion. Besonders in der Landwirtschaft sieht der Konzern Einsparpotenzial.

Freitag, 29. August 2025, 13:16 Uhr
Manuel Glasfort
Die Premium Food Group, früher Tönnies, ist das größte Fleischverarbeitungsunternehmen in Deutschland. Bildquelle: Premium Food Group

Der Lebensmittelproduzent Premium Food Group, der frühere Tönnies-Konzern, hat seine Treibhausgasemissionen im Jahr 2024 reduziert. Die direkten Emissionen sanken nach Angaben des Unternehmens um 11 Prozent. Die indirekten Emissionen, die auch Landwirtschaft und Landnutzung einschließen, gingen um 12 Prozent zurück. Das teilte das Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück mit.

Direkte Emissionen sollen bis 2030 um 42 Prozent sinken

Die Reduzierung gelang dem Unternehmen nach eigenen Angaben trotz eines Anstiegs der Produktion. „Das ist ein schöner Zwischenstand, auf dem wir uns aber nicht ausruhen. Denn es wird nun von Jahr zu Jahr schwieriger, Verbesserungen und Einsparungen zu erzielen“, erklärte der Nachhaltigkeits-Chef der Premium Food Group, Gereon Schulze Althoff. 

Die Premium Food Group hat sich verpflichtet, ihre direkten Emissionen bis zum Jahr 2030 um 42 Prozent zu senken. Die indirekten Emissionen sollen im gleichen Zeitraum um 25 Prozent zurückgehen. Als Basisjahr gilt 2021. Die Science Based Targets initiative (SBTi) hat diese Ziele nach Angaben des Unternehmens im Mai 2024 validiert.

Premium Food Group setzt auf nachhaltiges Soja und Ökostrom

Einen wichtigen Hebel zur Emissionsreduzierung sieht das Unternehmen in der Landwirtschaft. Aus diesem Bereich stammen den Angaben zufolge 93 Prozent der Gesamtemissionen. Die Premium Food Group setzt nach eigenen Angaben seit Januar 2024 in der Tierfütterung ausschließlich auf entwaldungs- und umwandlungsfreies Soja. Mehr als 60 Prozent des Stroms bezieht das Unternehmen  aus erneuerbaren Quellen wie Wasser- und Windkraft.

„Wir verbinden Wachstum mit Klimaschutz - faktenbasiert, transparent und ambitioniert“, erklärte Schulze Althoff. Ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen prüft die Daten nach Angaben des Unternehmens jährlich.

Anzeige

SSI Schäfer

Moldauische Weine erobern den deutschen Einzelhandel

Ausgezeichnete Qualität, authentische Rebsorten und attraktive Preise: Moldauische Weine erobern Schritt für Schritt den deutschen Einzelhandel.
Jetzt mehr erfahren

Neue Produkte