Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie hat zum Jahresende 2024 erstmals seit 2008 steigende Auszubildendenzahlen verzeichnet. Die Zahl der Auszubildenden stieg zum Stichtag 31. Dezember 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 26.012, wie die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss (ANG) mitteilte. In den ernährungstypischen Berufen sank die Zahl der Auszubildenden allerdings um 2,7 Prozent.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Branche legte den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,7 Prozent zu. In den ernährungsspezifischen Berufen, in denen mehr als ein Drittel der Beschäftigten tätig sind, stieg die Beschäftigung um 1,9 Prozent.
Die Branche sieht sich trotz der positiven Entwicklung weiter vor großen Herausforderungen. „Die aktuellen Zahlen sind zwar ein wichtiges Signal, sie dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fachkräftemangel unsere Unternehmen massiv ausbremst“, erklärte ANG-Hauptgeschäftsführerin Kim Cheng laut der Mitteilung.
Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie beschäftigt nach Angaben der ANG in knapp 6.000 vorwiegend kleinen und mittelständischen Betrieben rund 658.000 Menschen. Die Branche zeichnet sich durch eine besonders differenzierte Tarifpolitik aus. Jedes Jahr werden in den einzelnen Regionen und Teilbranchen hunderte von Tarifverträgen abgeschlossen und neu verhandelt.
