Traditionsunternehmen schließt Hohenloher Fruchtsäfte stellt Betrieb ein

Nach über 70 Jahren Firmengeschichte beendet das Familienunternehmen Hohenloher Fruchtsäfte seine Produktion. Steigende Rohstoffkosten und ein Investitionsstau führten zur Schließung. 24 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze.

Freitag, 22. August 2025, 13:05 Uhr
Thomas Klaus
Zum Schluss kein Glück mehr mit Obst: Die Firma Hohenloher Fruchtsäfte verdiente am Ende nur noch unzureichend Geld mit Äpfeln und Co. Bildquelle: Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie

Das Familienunternehmen Hohenloher Fruchtsäfte steht vor dem endgültigen Aus. Nach über 70 Jahren Firmengeschichte schließt der Betrieb seine Tore. Dies bestätigte Geschäftsführerin Teresa Heller.

Keine neuen Investoren trotz intensiver Bemühungen

Als Hauptgründe für die Schließung nannte Hohenloher Fruchtsäfte einen Investitionsstau sowie steigende Rohstoffkosten, insbesondere bei Äpfeln. Trotz intensiver Bemühungen fand das Unternehmen keine neuen Investoren.

Die 24 Angestellten erhalten in den kommenden Monaten ihre Kündigungen. In dieser Zeit verkauft das Unternehmen die vorhandenen Vorräte an Fruchtsäften ab. „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Mitarbeiter aufgrund ihrer guten Qualifikationen neue Arbeitsplätze finden werden“, so Geschäftsführerin Heller. Einige Beschäftigte stehen kurz vor dem Ruhestand und begleiten den Betrieb nicht weiter.

Hohenloher Fruchtsäfte blickt auf bewegte Geschichte zurück

Die Schließung beendet eine lange Firmengeschichte. Rudolf Heller Senior gründete das Unternehmen 1953, um regionalen Saft aus regionalem Obst herzustellen. In den 1970er Jahren erweiterte Hohenloher Fruchtsäfte den Betrieb mit einer neuen Lagerhalle und einem Getränkemarkt. Doch bereits 2017 führten Ernteeinbrüche durch Frostschäden zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Teresa Heller übernahm 2024 in dritter Generation die Führung des Familienunternehmens. Nur ein Jahr später folgte die Insolvenz.

Als zusätzliches Problem nannte das Unternehmen die schwankenden Ernteerträge von Apfelbäumen. Zudem bewirtschaften immer weniger Menschen Streuobstwiesen, da die Arbeit körperlich anspruchsvoll ist und hauptsächlich ältere Generationen die Pflege übernehmen. Das Interesse jüngerer Menschen an der Pflege dieser Flächen sinke, was die Situation weiter verschärfe.

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