Die Berentzen-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatzrückgang und ein gesunkenes Betriebsergebnis verzeichnet. Der Spirituosenhersteller erzielte Umsatzerlöse von 79,9 Millionen Euro, verglichen mit 88,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf 3,2 Millionen Euro, nach 5,1 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2024.
Die endgültigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2025 will Berentzen am 14. August 2025 mit dem Konzern-Halbjahresfinanzbericht veröffentlichen.
Im zweiten Quartal keine Aktionen mit Discountern
Das Unternehmen führt die Entwicklung auf schwierige Marktbedingungen zurück. „Die Entwicklung im ersten Halbjahr 2025 blieb damit hinter unseren Erwartungen zurück, was insbesondere auf sehr herausfordernde Marktbedingungen im Bereich Spirituosen zurückzuführen ist“, erläuterte Oliver Schwegmann, Vorstandsvorsitzender von Berentzen. Die anhaltende Zurückhaltung der Verbraucher beim Alkoholkonsum habe zu deutlichen Absatz- und Umsatzrückgängen im deutschen Spirituosenmarkt geführt.
Besonders das Geschäft mit Markenspirituosen litt unter der Entwicklung. Schwegmann berichtete, dass im zweiten Quartal keine Aktionen mit dem Discount-Einzelhandel für Liköre der Marke Berentzen stattfanden.
Positiv entwickelte sich hingegen die Marke Mio Mio mit einem Umsatzplus von 13,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Premium- und Mediumprodukte aus dem Handelsmarkenspirituosenbereich schafften laut Berentzen ein zweistelliges Umsatzwachstum.
Berentzen verbessert Konzernergebnis trotz Rückgängen
Trotz des gesunkenen operativen Ergebnisses verbesserte sich das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2025 um 3,5 Millionen Euro. Berentzen führt dies auf deutlich geringere Zinsaufwendungen und das Ausbleiben von Ergebnissondereffekten zurück.
Angesichts der Entwicklung im ersten Halbjahr passt Berentzen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 an. Das Unternehmen erwartet nun ein Konzern-EBIT zwischen 8,0 und 9,5 Millionen Euro, nach zuvor 10,0 bis 12,0 Millionen Euro. Die Umsatzprognose senkte Berentzen auf 172,0 bis 178,0 Millionen Euro, von zuvor 180,0 bis 190,0 Millionen Euro.
Schwegmann rechnet nur mit vorübergehender Schwäche des Gesamtmarktes
Oliver Schwegmann zeigte sich trotz der aktuellen Herausforderungen zuversichtlich für die Zukunft: „Wir sind nach wie vor überzeugt, dass wir in Zukunft sowohl mit bestehenden Themen als auch mit neuen Konzepten wieder eine solide Wachstumsdynamik zeigen können.“ Er geht davon aus, dass die derzeitige Schwäche des Spirituosenmarktes nur vorübergehend sein wird.
Die endgültigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2025 will Berentzen am 14. August 2025 mit dem Konzern-Halbjahresfinanzbericht veröffentlichen.
