Die Molkereigenossenschaft Arla hat am Standort Pronsfeld in der Eifel eine neue Wärmepumpen-Anlage in Betrieb genommen. Das Unternehmen investierte nach eigenen Angaben rund 14 Millionen Euro in die Anlage. Zwei Industrie-Wärmepumpen ersetzen künftig beim Prozess der Milcherhitzung einen erdgasbasierten Dampfkessel.
Lob vom Ministerpräsidenten
Der Hauptteil der Energie für die beiden Wärmepumpen stammt laut Arla aus bisher ungenutzter Abwärme einer großen zentralen Kälteanlage. Das Unternehmen bezeichnet dies als „Recycling“ vorhandener Abwärme, die bisher ungenutzt blieb. Durch diese Maßnahme will Arla klimaschädliche Emissionen verringern.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) würdigte die Investition bei der Einweihung der Anlage. „Arla zeigt, wie gelebter Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können“, so der Regierungschef.
Arla verfolgt ambitionierte Klimaziele
Die Investition in Pronsfeld gehört zur Klimastrategie von Arla. Das Unternehmen strebt an, die CO₂-Äquivalente bis 2030 um 63 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2015 an allen europäischen Standorten zu reduzieren. CO₂-Äquivalente dienen als Maßeinheit zur einheitlichen Darstellung und Vergleichbarkeit der Klimawirkung verschiedener Treibhausgase.
Arla Foods ist eine europäische Molkereigenossenschaft mit Hauptsitz im dänischen Viby. Sie gehört nach eigenen Angaben gut 7.600 Landwirten aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Der Standort Pronsfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist laut Arla der weltweit größte Produktionsstandort des Unternehmens.
