Tarifeinigung erzielt Hasseröder-Brauerei erhöht Löhne um 5,7 Prozent

Die Hasseröder-Brauerei und ihre Logistiktochter in Wernigerode heben die Löhne ihrer Beschäftigten an. Nach zwei Warnstreiks einigten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen neuen Tarifvertrag. Die Lohnerhöhung erfolgt in zwei Stufen über 21 Monate.

Freitag, 11. Juli 2025, 13:23 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Tarifeinigung bei Hasseröder: Der neue Tarifvertrag gilt bis Ende 2026. Bildquelle: LP-Archiv

Die Hasseröder-Brauerei und ihre Logistiktochter in Wernigerode erhöhen die Löhne ihrer Beschäftigten. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nach zwei 24-stündigen Warnstreiks auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Lohnanstieg um insgesamt 5,7 Prozent

Demnach steigen die Löhne der etwa 250 Mitarbeiter in zwei Stufen um insgesamt 5,7 Prozent. Die erste Erhöhung um 2,9 Prozent gilt rückwirkend zum 1. April 2025, die zweite um 2,8 Prozent folgt am 1. Januar 2026. Der neue Tarifvertrag läuft 21 Monate bis Ende 2026.

Die NGG bezeichnete das Ergebnis als „deutliches Lohnplus“ für die Beschäftigten. „Die zwei Warnstreiks waren nötig, damit in der dritten Verhandlungsrunde endlich eine Einigung erzielt werden konnte“, erklärte die Gewerkschaft.

Schwierige Verhandlungen aufgrund angespannter Lage

Ursprünglich forderte die NGG eine Lohnerhöhung von acht Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Das begründete sie mit dem anhaltenden Kaufkraftverlust durch die Inflation, besonders bei Lebensmitteln und alltäglichen Dienstleistungen.

Die NGG berichtete von schwierigen Verhandlungen aufgrund der angespannten Lage in der Braubranche. Die Hasseröder-Brauerei gehört zum internationalen Konzern Anheuser-Busch InBev, der in Deutschland auch Marken wie Becks, Franziskaner und Diebels herstellt.

In Wernigerode arbeiten etwa 250 Mitarbeiter. Bundesweit beschäftigt der Konzern rund 2.700 Menschen.

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