Die Erzeugergenossenschaft Landgard hat ein umfassendes Modernisierungsprogramm namens Nova gestartet. Das Programm soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig sichern und den Strukturwandel in der Grünen Branche mitgestalten. Darüber informierte Landgard.
Programm mit vier Kernbereichen
Das Programm gliedert sich nach Angaben des Unternehmens in die vier Kernbereiche Markt, Infrastruktur, Kultur und Zukunft. In 14 interdisziplinären Arbeitsgruppen arbeiten Mitarbeiter und Experten an der Umsetzung der Digitalisierungs- und Effizienzoffensive. Landgard will damit bis 2030 zur zentralen Plattform für grüne Wertschöpfung werden.
Die Genossenschaft plant eine stärkere Zentralisierung der Bereiche Blumen und Pflanzen, Logistik, IT und Unternehmenssteuerung. Das Geschäftsfeld Obst und Gemüse soll hingegen mit EU-Förderung dezentraler aufgestellt werden.
Landgard will damit nach eigenen Angaben autonome, marktorientierte Geschäftsmodelle in der Nähe der Erzeuger ermöglichen. „Ziel ist es, diese bis 2030 deutlich effizienter aufzustellen“, teilte das Unternehmen mit.
Landgard verzeichnet Umsatzeinbruch
Das Programm kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Landgard mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist. Die Genossenschaft verzeichnete im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von 100 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen führt dies auf steigende Kosten, volatile Witterungsbedingungen und eine allgemeine Konsumzurückhaltung zurück.
Landgard will im Rahmen des Programms auch sein Immobilienportfolio bis 2030 zu einem eigenständigen Geschäftsbereich ausbauen. Zudem soll die Nachhaltigkeit in allen Prozessen und Projekten etabliert werden. Die Genossenschaft plant außerdem einen Ausbau ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
