Die Beschäftigten mehrerer Brauereien der Radeberger-Gruppe in Sachsen haben ihre Arbeit vorübergehend niedergelegt. Die Nacht- und Frühschicht des Freiberger Brauhauses, der Radeberger Brauerei, der Sternburg Brauerei in Leipzig und der Krostitzer Brauerei beteiligten sich an dem Warnstreik, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilte.
Die Gewerkschaft begründete den Streik mit der ergebnislosen Tarifrunde für die Brauwirtschaft Sachsen-Thüringen. Die Arbeitgeberseite legte demnach kein Angebot vor. „Für das Null-Angebot der Arbeitgeber gibt es Null-Verständnis bei den Brauerei-Beschäftigten“, erklärte NGG-Verhandlungsführer Uwe Ledwig laut der Mitteilung.
Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Brauindustrie in Sachsen und Thüringen eine Lohnerhöhung von 7 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Auszubildende sollen 100 Euro mehr erhalten. Für die Beschäftigten in der niedriger entlohnten Logistik fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung um 200 Euro.
„Erstmals seit über 30 Jahren wird in der sächsischen Brauindustrie wieder gestreikt und die Beschäftigten sind auch bereit, länger die Arbeit niederzulegen“, betonte Ledwig. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. August 2025 statt. Die Gewerkschaft kündigte bis dahin weitere Warnstreiks an. Lieferengpässe im Sommer schließt die Gewerkschaft nicht aus.
