Der Teekonsum in Deutschland ist im vergangenen Jahr nahezu stabil geblieben. Der Deutsche Tee und Kräutertee Verband teilte mit, dass die Verbraucher 2024 durchschnittlich 67,2 Liter Tee pro Kopf tranken. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
47 Milliarden Tassen Tee getrunken
Laut dem „Tee Report 2025“ des Verbands entfielen 27,1 Liter auf Schwarz- und Grüntee, während 40,1 Liter auf Kräuter- und Früchtetee kamen. Insgesamt konsumierten die Deutschen knapp 47 Milliarden Tassen Tee. Den geringfügigen Rückgang führt der Verband auf eine inflationsbedingte Kaufzurückhaltung bei Lebensmitteln zurück.
Kräuter- und Früchteteemischungen erfreuen sich mit einem Anteil von 47,1 Prozent der größten Beliebtheit unter den deutschen Teekonsumenten. Schwarztee folgt mit 23,3 Prozent, während Grüntee mit 9,1 Prozent den geringsten Anteil ausmacht. Bei den Monosorten liegt Pfefferminztee an der Spitze. Bemerkenswert stieg der Bio-Anteil um 2,2 Prozentpunkte auf 17,7 Prozent.
Chins erzeugt 87 Prozent des weltweit produzierten Tees
Deutschland importierte im vergangenen Jahr fast 48.000 Tonnen Tee aus 84 Ländern, wobei Indien, China und Sri Lanka die Hauptlieferanten waren. Gleichzeitig exportierte Deutschland rund 21.000 Tonnen verarbeiteten Tee in 106 Länder, mit den USA als größtem Abnehmer außerhalb der EU.
Im globalen Kontext spielt Deutschland als Teeproduzent eine untergeordnete Rolle. China, der weltweit größte Teeproduzent, steigerte seine Produktion im vergangenen Jahr um das Zehnfache der gesamten deutschen Teeimporte. Zusammen mit Indien, Kenia, der Türkei und Sri Lanka erzeugt China mehr als 87 Prozent des weltweit produzierten Tees.
Liebe zum Tee in Ostfriesland grenzenlos
Der Verband hebt in seinem Report den besonders hohen Teekonsum in Ostfriesland hervor. „In Ostfriesland scheint die Liebe zu Tee keine Grenzen zu kennen. Die Küstenbewohner trinken 300 Liter Schwarz- und Grüntee pro Kopf und Jahr und sind damit einfach spitze“, zitiert der Report. Allerdings gibt es mittlerweile Kritik an dieser Einordnung. Kritiker bemängeln den Vergleich der kleinen Nordseeregion mit ganzen Ländern und weisen darauf hin, dass der Teekonsum von Touristen statistisch den Einwohnern zugerechnet wird.
