Die Schwarzwaldmilch-Gruppe hat im Jahr 2024 ihren Umsatz um knapp 5 Prozent auf 260,3 Millionen Euro gesteigert. Der Absatz wuchs um 3,5 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Die Molkerei entwickelte sich damit gegen den Trend der deutschen Wirtschaft, die im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent schrumpfte. Gründe für die schwache Wirtschaftsentwicklung waren nach Angaben der Molkerei die hohen Energiekosten, der schwächelnde Export sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher.
Das Markensortiment der Molkerei verzeichnete nach eigenen Angaben ein Umsatzwachstum von 9 Prozent. Besonders stark legten die Produktlinien Schwarzwaldmilch Protein mit einem Plus von 117 Prozent und die Landliebe Lizenzprodukte mit einem Zuwachs von 164,4 Prozent zu. Die Landliebe-Produkte wurden allerdings erst ab August 2023 produziert. Die Linie LAC lactosefrei wuchs um 8,4 Prozent, die Bio Heumilch legte um 6,3 Prozent zu. Der Exportanteil am Gesamtumsatz lag bei knapp 13 Prozent. Der Standort Offenburg erwirtschaftete etwa die Hälfte des Exportumsatzes und steigerte seinen Gesamtumsatz um 7,6 Prozent.
Die Freiburger Molkerei hat sich laut Nielsen-Marktforschung zum nationalen Marktführer in der Kategorie weiße Linie lactosefrei entwickelt. Zudem führt das Unternehmen nach eigenen Angaben den Markt bei Bio-Trinkmilch und Weide-Trinkmilch unter den Herstellermarken an.
Schwarzwaldmilch investiert in neue Logistikanlage
Die Molkerei investiert nach eigenen Angaben in die Zukunft. Im vergangenen Jahr nahm das Unternehmen in seinem Freiburger Werk eine neue Becheranlage in Betrieb, die nach eigenen Angaben die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte darstellt. Im Herbst 2024 beschloss das Unternehmen zudem, die Logistikanlage am Standort Freiburg für mehr als 15 Millionen Euro zu erneuern und zu erweitern. Der Bau des erweiterten Hochregallagers begann im März 2025 und soll im Dezember 2025 abgeschlossen sein. Das Gesamtprojekt läuft bis Dezember 2027. „Das Gesamtprojekt gewährleistet eine zukunftsfähige Logistikanlage inklusive einer Verdopplung der Palettenstellplätze durch die Erweiterung des Hochregallagers“, zitierte die Molkerei Heinz Kaiser, den Geschäftsleiter für Landwirtschaft, Produktion und Logistik.
Die Schwarzwaldmilch-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 400 Mitarbeiter an den Standorten Freiburg und Offenburg. Mehr als 800 zumeist kleine, familiengeführte Höfe mit durchschnittlich 46 Milchkühen beliefern die beiden Standorte mit Milch.
