Das Beratungsunternehmen Valantic hat gemeinsam mit dem Handelsblatt Research Institute eine Studie zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen der DACH-Region durchgeführt. Die Untersuchung zeigt, dass KI-Anwendungen in vielen Unternehmen bereits zum Einsatz kommen und zwei Drittel von ihnen messbare Vorteile bringen.
Besonders fünf Bereiche gelten als wichtig
Diese Vorteile zeigen sich in Form von Effizienzgewinnen, Material- und Kostensenkungen oder Umsatz- und Profitabilitätssteigerungen, so Valantic.
Die Befragung von rund 700 Entscheidern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ergab, dass Unternehmen KI-Anwendungen besonders in fünf Bereichen als wichtig erachten: Qualitätskontrolle, Dokumenten- und Datenverwaltung, Optimierung der Lieferkette, Robotik und intelligente Produkte sowie Automatisierung im Kundenservice. Etwa ein Drittel der Befragten stufte jeden dieser Bereiche als besonders relevant für das eigene Unternehmen ein.
Generative KI mit geringerer Bedeutung
Bemerkenswert ist, dass die Entscheider klassischen Anwendungen der generativen KI, wie der Erstellung von kreativen Inhalten, bislang eine geringere Bedeutung beimessen. Nur etwa jeder Fünfte (19 Prozent) sieht darin einen der wichtigsten Einsatzbereiche für KI im eigenen Unternehmen.
Die Studie zeigt auch, dass die Relevanz der KI-Anwendungen je nach Branche variiert. Industrieunternehmen messen der Qualitätskontrolle durch KI eine hohe Bedeutung bei, während Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und der Pharmabranche die Dokumenten- und Datenverwaltung als wichtigen Anwendungsfall sehen. Im Handel und bei Konsumgütern steht die Optimierung der Lieferkette im Vordergrund.
Kirchner: KI ist keine Zukunftsvision mehr
„Unsere Studie zeigt, dass KI längst keine Zukunftsvision mehr ist, sondern in vielen Unternehmen aktiv genutzt wird“, sagt Laurenz Kirchner, Managing Director und Data & AI Practice Lead bei Valantic. Er betont, wie notwendig es sei, KI-Initiativen strategisch zu verankern und Anwendungsfälle mit echtem Mehrwert zu priorisieren.
Die Studie basiert auf einer Umfrage unter rund 700 Entscheidern aus Unternehmen der DACH-Region, wobei der Schwerpunkt auf Führungskräften in Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten lag. Besonders berücksichtigt wurden die Branchen Automobilindustrie, Gesundheitswesen und Pharma, Getränke- und Lebensmittelproduktion, Handel und Konsumgüter, Produktion, Telekommunikation, Transport und Logistik sowie Versorgungsunternehmen.
