Frischhaltedosen-Hersteller Tupperware steht offenbar kurz vor der Insolvenz. Das Unternehmen könnte noch in dieser Woche Gläubigerschutz beantragen. Das berichtete die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Tupperware kämpft seit längerem mit finanziellen Schwierigkeiten. Das Unternehmen habe Schulden von mehr als 700 Millionen Dollar angehäuft, heißt es. Und trotz langwieriger Verhandlungen mit Kreditgebern zeichnet sich offenbar keine Lösung ab. Bereits im März warnte Tupperware vor Liquiditätsproblemen und zweifelte am Fortbestand des Unternehmens.
Die Umsätze des 1946 gegründeten Unternehmens, das ab den 1950er-Jahren durch „Tupperware-Partys“ bekannt wurde, sanken in den letzten Quartalen. Selbst ein kurzer Aufschwung während der Corona-Pandemie kehrte den Abwärtstrend nicht nachhaltig um. Im Oktober 2023 übernahm Laurie Ann Goldman als neue Chefin die Führung bei Tupperware. Doch auch ihr gelang offenbar nicht die erhoffte Wende.
Tupperware-Aktie bricht ein
Die Nachricht über die mögliche Insolvenz erschütterte den Aktienmarkt. Der Kurs der Tupperware-Aktie brach im nachbörslichen Handel um 15,8 Prozent ein, nachdem er im regulären Handel bereits um 57 Prozent gefallen war.
Tupperware reagierte bisher nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
