Tarifkonflikt eskaliert 500 Beschäftigte bei Süßwarenherstellern im Warnstreik

Rund 500 Mitarbeiter von Niederegger, Carstens und Schwartauer Werke legen die Arbeit nieder. Sie fordern 9,9 Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten bisher weniger.

Montag, 12. August 2024, 13:11 Uhr
Matthias Mahr mit dpa
Bildquelle: Niederegger

Rund 500 Beschäftigte der Süßwarenunternehmen Niederegger, Carstens Lübecker Marzipan und Schwartauer Werke sind in einen 24-stündigen Warnstreik getreten. Mit der Arbeitsniederlegung wollen die Mitarbeiter ihren Forderungen nach höheren Löhnen Nachdruck verleihen, teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Die Beschäftigten demonstrierten in einem Protestzug durch die Lübecker Innenstadt.

Die NGG fordert für die Angestellten der Marmeladen- und Marzipanunternehmen eine Lohnerhöhung von 9,9 Prozent, mindestens aber 360 Euro mehr im Monat. Für Auszubildende verlangt die Gewerkschaft eine Erhöhung um 190 Euro. Zudem strebt die NGG eine Mobilitätsprämie an. Die Forderungen beziehen sich auf eine Tariflaufzeit von zwölf Monaten.

Die Arbeitgeber haben laut NGG bisher zwei Gehaltserhöhungen von 3,1 und 2,6 Prozent bei einer Tariflaufzeit von 28 Monaten angeboten. Das ist zu lang und zu wenig“, zitierte die Gewerkschaft ihren Verhandlungsführer Finn Petersen in der Mitteilung.

Die drei betroffenen Unternehmen beschäftigen nach Angaben der NGG zusammen etwa 1.800 Menschen in der Region. Mit dem Warnstreik erhöht die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen.

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