Ukraine-Krieg Nestlé schließt seine drei Fabriken in der Ukraine

Nestlé hat seine Fabriken und Lagerhäuser in der Ukraine mit insgesamt rund 5.000 Beschäftigten vorerst geschlossen. Priorität sei es, das Personal zu schützen, teilte der Schweizer Nahrungsmittelkonzern mit. Alle Beschäftigten seien in Sicherheit. Supermarktketten im Baltikum listen russische Produkte aus.

Freitag, 25. Februar 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Nestlé schließt seine drei Fabriken in der Ukraine
Bildquelle: Nestlé

Es handelt sich unter anderem um drei Fabriken, die Süßwaren, Getränke und Fertiggerichte sowie Zutaten herstellen. Das Unternehmen nehme die Produktion wieder auf, sobald dies sicher sei, hieß es weiter.

Im Baltikum werden zwei der größten Einzelhändler nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ihr Sortiment ändern. Die beiden in Estland, Lettland und Litauen tätigen Supermarktketten Rimi und Maxima teilten mit, den Handel mit in Russland hergestellten Waren auszusetzen. Die Produkte sollen demnach für unbestimmte Zeit aus den Regalen genommen und nicht mehr von Lieferanten bezogen werden. Die Entscheidung erfolge aus Solidarität mit der Ukraine, hieß es in Mitteilungen.

Rimi und Maxima zählen zu Marktführern in den baltischen Staaten und betreiben jeweils Hunderte Filialen in den drei an Russland grenzenden EU-Ländern. Bei beiden Handelsketten mache der  Anteil der im Nachbarland hergestellten Waren zwar nur einen sehr kleinen Teil des Gesamtsortiments aus. Die Entscheidung, den Verkauf russischer Produkte einzustellen, sei aber ein «symbolischer Schritt mit einer klaren Botschaft», hieß es in der Mitteilung von Rimi.

Andere Einzelhändler in den drei Ländern kündigten Medienberichten zufolge ähnliche Aktionen an. Der in Litauen und Lettland aktive deutsche Discounter Lidl teilte der Deutschen Presse-Agentur in Riga auf Anfrage mit, keine Produkte aus Russland zu importieren. Gleiches gelte dem Unternehmenssprecher zufolge für Produkte aus Belarus, die von anderen Supermarktketten im Baltikum teils ebenfalls ausgelistet werden. 

Solidarität in der Branche

Die Nachricht vom Kriegsausbruch in der Ukraine hat viele Menschen schockiert. Die Food-Branche, sowohl Handel als auch Industrie, solidarisiert sich online auf verschiedenen Plattformen (Instagram, Youtube, Linkedin) und senden klare Botschaften. Edeka betont „Freiheit ist ein Lebensmittel.“ Lebensmittelproduzent Rügenwalder Mühle veröffentlichte bei Instagram ein Foto mit einer Friedenstaube und schrieb darunter: „In schwierigen Zeiten ist es wichtig, nicht wegzuschauen. (...) Wir hoffen auf Vernunft, Konsens und Frieden!“ In den nächsten Tagen werden sich vermutlich noch weitere Marken mit eigenen Markenbotschaften zu Wort melden. 

 

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