Positiv entwickelte sich im inländischen Handel der Absatz der alkoholfreien Warsteiner Biere sowie der Radler. Die alkoholfreien Pilssorten wuchsen laut Nielsen um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Warsteiner Radler Alkoholfrei um 9,8 Prozent, Radler Zitrone um 3,4 Prozent (Nielsen). Zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt sich auch die Markteinführung von Warsteiner Brewers Gold. Trotz der erschwerten Corona-Umstände, vor allem für die Kollegen im Außendienst, haben allein bis Ende November über 700.000 Haushalte die neue Bierspezialität gekauft (GfK).
Als Pils-Exporteur sei Warsteiner frühzeitig von den Lockdowns in wichtigen Auslandsmärkten wie Italien, Frankreich und Asien betroffen gewesen, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung, Christian Gieselmann. In Russland, den baltischen Staaten, den Niederlanden und den USA sei die Absatzentwicklung hingegen positiv verlaufen.
Entlassungen sind nach seinen Angaben nicht geplant. In vielen Bereichen werde das Instrument Kurzarbeit genutzt, etwa für den Außendienst Gastronomie oder in der Fassbierabfüllung. Teilweise seien bis zu 300 von 1.100 Mitarbeitern in der Gruppe in Kurzarbeit gewesen. Zur Gruppe gehören die Paderborner Brauereien, die Herforder Brauerei und Anteile an der König Ludwig Schloßbrauerei Kaltenberg.
Nach dem erneut verlängerten Lockdown werde auch 2021 für die gesamte Branche ein Kraftakt, so Gieselmann: „Wir wissen, wie schwer es insbesondere unsere Partner im Gastronomie-, Schausteller- und Veranstaltungsgewerbe sowie im Getränkefachgroßhandel getroffen hat. Bis sich die Situation normalisiert und unsere Branche wieder die gewohnten Volumina erreicht, wird es noch dauern.“ Ab dem zweiten Quartal erwartet die Warsteiner Brauerei zudem positive Effekte durch verbesserte Bedingungen für die Gastronomie und Veranstaltungen – wenn auch mit angepassten Zuschauer-Konzepten – wie die Fußball-EM oder die Festivals Rock am Ring/Rock im Park, bei denen die Marke als Hauptsponsor auftritt.
Warsteiner Absatzminus durch Lockdown
Die Warsteiner Brauerei hat im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Bier verkauft. Der Absatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent zurück - im Inland waren es 17,4 Prozent Minus, im Ausland 11,8 Prozent. Mengen und Gruppenzahlen nannte das Familienunternehmen für das vergangene Geschäftsjahr nicht. Traditionell macht Warsteiner auch keine Angaben zum Ergebnis.
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