Landgard Positive Geschäftsentwicklung

Trotz Frostnächten, Hitzeperioden und wenig Niederschlag sowie dem corona-bedingten Lockdown blickt Landgard auf eine positive Geschäftsentwicklung in 2019 und 2020. Darüber informierten nun Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Bericht im Nachrichtenmagazin Spiegel sorgte für Unruhe innerhalb der Genossenschaft.

Mittwoch, 25. November 2020 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Positive Geschäftsentwicklung
Bildquelle: Landgard eG

So berichtete der „Spiegel“ unter anderem darüber, dass bei Landgard das Eigenkapital zurückgeht und die Mitgliederzahlen sinken. „Ich sehe dies nicht. Landgard ist gesund, hat Liquidität und entwickelt sich stabil. Das sind die richtigen Informationen“, sagte Vorstand Carsten Bönig beim Pressegespräch „Landgard im Dialog“, das erstmals digital stattfand. Er lieferte auch zugleich Zahlen und Daten, die dies bestätigten.

Landgard hat 2019 eine Umsatzsteigerung um drei Prozent auf 2,012 Milliarden Euro (Vorjahr 1,953 Milliarden Euro) erzielt. Davon entfielen 1,225 Milliarden Euro (Vorjahr 1,212 Milliarden Euro) auf die Sparte Blumen&Pflanzen und 761 Millionen Euro (Vorjahr 715 Millionen Euro) auf die Sparte Obst&Gemüse. Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung setzt sich auch im laufenden Jahr fort. So lag der Umsatz der Landgard-Gruppe am Ende des dritten Quartals bei 1,645 Milliarden Euro und damit etwa drei Prozent über dem Vorjahr. Die Mitgliederzahl liegt bei 3000 Gartenbaubetrieben, die Blumen, Obst oder Gemüse anbauen und über Landgard vermarkten.

Vorstand und Aufsichtsrat informierten aber nicht nur über aktuelle Entwicklungen im laufenden Geschäftsjahr, sondern gaben auch Ausblicke auf das Jahr 2021. So soll im Januar 2021 in Halle (Saale) ein neuer Obst- und Gemüse-Standort für die Region Ost in Betrieb gehen. „Hier sehen wir gegenüber dem vorherigen Standort in Berbersdorf Vorteile in der Infrastruktur und der Logistik“, berichtete Vorstand Karl Voges.

Aufgrund des Ausfalls der für Landgard so bedeutenden Messen Fruit Logistica und BioFach wird es eine neue Online-Plattform der Erzeugergenossenschaft geben, um so eine Alternative zur Präsentation und zum Austausch für Kunden, Erzeuger und Mitarbeiter zu bieten. Das Angebot wird verschiedenste Informationsformate vom PDF bis hin zu Videos umfassen. „Alles, was auch auf den Branchenmessen im Fokus gestanden hätte, wird online wiederzufinden sein“, erklärte Vorstand Dirk Bader.

 

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