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Nach Ausbruch der Schweinepest Sorge um Export

Lebensmittel Praxis | 11. September 2020
Nach Ausbruch der Schweinepest: Sorge um Export

Bildquelle: Getty Images

Nach dem ersten Nachweis der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland bangen Schweinehalter und die Fleischwirtschaft um das Exportgeschäft außerhalb der EU. Vor allem ein Stopp der Ausfuhren nach China würde die deutsche Landwirtschaft stark treffen.

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Die Lieferungen von deutschem Schweinefleisch nach China machten zuletzt rund ein Viertel aller deutschen Schweinefleischexporte aus. Faktisch könne derzeit kein Schweinefleisch nach China exportiert werden, da dafür keine Veterinärzertifikate mehr ausgestellt würden, hieß es bei der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Das Bundesagrarministerium habe aber bereits mitgeteilt, dass es dazu Gespräche gebe. Wie schnell eine Entscheidung falle, sei aber nicht absehbar. Südkorea hat bereits am Donnerstag den Import von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt.

Sorgen macht sich auch der Deutsche Bauernverband: Ein Wegbrechen des chinesischen Marktes „würde uns sehr, sehr stark treffen“, sagt Bauernpräsident Joachim Rukwied. Zwar sei der Hauptmarkt der Schweinezüchter in Deutschland. Die Märkte in Asien seien jedoch insbesondere für die Vermarktung von Ohren oder Pfoten wichtig, die hierzulande keine Konsumenten finden.