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Mehrwegquote Umweltbündnis fordert Sanktionen für Handel und Hersteller

Lebensmittel Praxis | 05. März 2020
Mehrwegquote: Umweltbündnis fordert Sanktionen für Handel und Hersteller
Bildquelle: Getty Images

Ein Bündnis aus Umwelthilfe, Brauereien und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) aufgefordert, Unternehmen zu bestrafen, die sich absichtlich nicht an die gesetzliche Mehrwegquote halten.

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Als Sanktionsmaßnahme müsse eine Abgabe von 20 Cent zusätzlich zum Pfand auf Einweg-Plastikflaschen sowie Getränkedosen eingeführt werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Getränkedosen haben im Bierbereich zweistellige Zuwachsraten. Namentlich genannt werden Aldi, Lidl, Coca-Cola und Nestlé Waters, die die gesetzliche Mehrwegquote laut des Bündnisses boykottieren.

Seit dem 1. Januar 2019 gilt in Deutschland das Verpackungsgesetz, das unter anderem eine sogenannte Mehrwegquote von 70 Prozent festschreibt. Eine klare Trendwende von Einweg zu Mehrweg sei bisher nicht eingetreten, schreibt das Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe, dem Verband Privater Brauereien Deutschland und der NGG.