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Tiefkühlkost Appetit auf Backwaren

Lebensmittel Praxis | 12. Oktober 2018
Tiefkühlkost: Appetit auf Backwaren

Bildquelle: Pan-Dur

Nach einer Prognose des Deutschen Tiefkühlinstitut (dti) wird der Absatz von Tiefkühlprodukten 2018 um 0,5 Prozent wachsen. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch tiefgekühlter Produkte in Deutschland könnte so von bisher 46,3 Kilogramm (2017) auf 46,5 Kilogramm (2018) steigen. Im ersten Halbjahr 2018 waren im Handel vor allem Backwaren gefragt.

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Im Lebensmittelhandel lagen im 1. Halbjahr 2018 neben den TK-Backwaren auch TK-Kartoffelprodukte, TK-Fleisch, TK-Käse sowie TK-Gerichte im Plus. Weniger Zeit für das Backen und eine hochwertige Qualität, so das dti, sorgten zudem für steigenden Appetit nach TK-Kuchen und -Torten.

Im heißen Sommer 2018 konnte die Nachfrage nach Speiseeis und Eiswürfeln mit zweistelligen Zuwachsraten glänzen. Tiefkühlprodukte insgesamt waren vorübergehend etwas weniger als sonst gefragt. Die jüngsten Zahlen zeigen aber bereits einen Aufwärtstrend, heißt es beim Branchenverband. Der Absatz von TK-Lebensmitteln könnte 2018 nach dti-Berechnungen von 3,73 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr auf 3,75 Millionen Tonnen steigen. Die Angaben umfassen die Absatzmengen tiefgekühlter Produkte im Lebensmittel-Einzelhandel (LEH), bei den Heimdiensten und im Außer-Haus-Markt (AHM).

Der Umsatz mit Tiefkühlprodukten in Deutschland wird sich nach dti-Prognose 2018 durch einen Zuwachs von zwei Prozent auf 14,6 Milliarden (14,3 Milliarden Euro 2017) erhöhen. Sorgen bereiten den TK-Herstellern die steigenden Rohstoffpreise und Logistikkosten. Ob bei Gemüse, Kartoffeln oder Fisch – mit Preissteigerungen aufgrund schlechter Ernten und knapper Angebotsmengen ist laut dti zu rechnen. Der Fahrermangel, die angespannte Verkehrssituation und die weiter steigende Nachfrage nach Logistikdienstleistungen etwa durch den Online-Handel sorgen für steigende Logistikkosten bei der Belieferung des Handels.