Die Verschiebung sei nötig, um die Ergebnisse der derzeit laufenden Studien auszuwerten und in die Praxis umzusetzen, sagt Otte-Kinast. Heftige Kritik am Beschluss kommt von den oppositionellen Grünen. Die Übergangszeit von bereits knapp sechs Jahren sei für die Branche mehr als genug Zeit gewesen, sich auf das Verbot einzustellen. Nach Ansicht der Grünen geht es nur ums Geld, da pro Ferkel drei bis vier Euro mehr Kosten anfallen als wie bisher bei der unbetäubten Kastration (siehe dazu auch LP-Ausgabe 13/2018, Seite 60ff.)
Betäubungslose Kastration Streit um Termin
Niedersachsen setzt sich beim Bund für eine Fristverlängerung bei der betäubungslosen Ferkelkastration ein. Bislang ist ein Verbot ab dem 1. Januar 2019 vorgesehen. Niedersachsen will einer Bundesratsinitiative aus Bayern beitreten, die eine Übergangsregelung bis Ende 2023 erwirken will. Die niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast wurde allerdings beauftragt, als Voraussetzung dafür in Bayern eine Verkürzung dieser Übergangsfrist zu erwirken.
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