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EU Investitionsbank 1 Mrd. Euro für Bio-Ökonomie

Thomas A. Friedrich Brüssel | 18. April 2018
EU Investitionsbank: 1 Mrd. Euro für Bio-Ökonomie

Bildquelle: LP-Archiv

Mit einem Darlehensvolumen von 400 Millionen Euro und der Mobilisierung von 600 Millionen Euro privatem Kapital will die Europäische Investitionsbank (EIB) Europas Bio-Ökonomie und Lebensmittelwirtschaft ankurbeln. Dies kündigte die EU-eigene Bank Anfang der Woche in Luxemburg an. 

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Im Fokus der Initiative stehen privatwirtschaftliche Genossenschaften und landwirtschaftliche Unternehmen sowie die Bio-Ökonomie. Unter Bio-Ökonomie versteht die EU-Kommission die Wertschöpfungsketten der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln, Werkstoffen und Energie aus erneuerbaren und biologischen Ressourcen an Land und im Meer.

„Wir müssen den Zugang zu Kapital erleichtern, damit in der Landwirtschaft mehr investiert wird. Nur dann kann Europa seine Stellung als weltweit führender Anbieter von qualitativ hochwertigen, sicheren Lebensmitteln behaupten“, sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan in Luxemburg. Der Juncker-Plan könne ganz wesentlich dazu beitragen. „Ich begrüße diese Initiative sehr, die einen Beitrag von einer Milliarde Euro zur Beschäftigung und zum Wachstum in den ländliche Gebieten Europas leisten wird“, zeigte sich der Ire Hogan höchst erfreut. „Die Wertschöpfungsketten der Landwirtschaft und der Bio-Ökonomie sind wichtige Motoren für die europäische Wirtschaft. Mit der neuen Initiative will die EIB die beiden Sektoren noch stärker unterstützen. Ich bin überzeugt, dass das maßgeschneiderte Programmdarlehen den Wettbewerb ankurbeln wird und in überwiegend ländlichen Gebieten und Kleinstädten in ganz Europa Arbeitsplätze mit Zukunftsaussicht schaffen wird“, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer bei der Vorstellung des Programms.

Auch der europäische Dachverband der Landwirte und Genossenschaftsunternehmen (Copa-Cogeca) begrüßte am Dienstag, die neu geschaffene EIB-Faszilität. „Der EU-Landwirtschafts- und Forstsektor trägt aktiv zur Kreislaufwirtschaft und Bio-Ökonomie durch die nachhaltige Produktion von Erneuerbaren Ressourcen in der EU bei“, erklärte Copa-Cogeca Generalsekretär Pekka Pesonen in Brüssel.