Charlie Investors hält nach dem Kauf von Morzynskis Aktienpaket 75 Prozent der Halloren-Anteile. Hinter dem Namen stehen die beiden deutsch-kanadischen Familien Ehlert und Illmann. Ihr Einstieg hatte bei der Aktionärsversammlung vor zwei Jahren für Diskussionen gesorgt. Morzynski ist nicht der einzige, der bei Halloren aussteigt. Der Unternehmer sagte gegenüber der Leipziger Volkszeitung, dass auch Finanzvorstand Andreas Stuhl auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen werde. Zwei Vertraute des neuen Großaktionärs Ehlert sollen künftig die Posten des Finanz- und des Produktionsvorstands übernehmen. Vorstandschef Klaus Lellé bleibe hingegen. Ein Halloren-Sprecher wollte diese Angaben nicht kommentieren.
Morzynski hatte die Schokoladenfabrik vor 25 Jahren von der Treuhand gekauft und saniert. 2006 übernahm er den Posten als Aufsichtsratschef des zeitweise börsennotierten Unternehmens. Zuletzt hielt er mehr als 28 Prozent der Halloren-Aktien. Zur Firmengruppe gehören unter anderem auch die Delitzscher Schokoladenfabrik in Sachsen sowie ein Werk im niedersächsischen Cremlingen. Der Unternehmer selbst werde weiterhin mit seinem Rat zur Verfügung stehen. Eine Verbindung gebe es auch durch seinen Einstieg bei der Süßwarenkette Arko. Hier zähle Halloren bereits zu den größten Lieferanten.
Halloren hatte sich Ende 2016 vom Entry Standard der Deutschen Börse zurückgezogen. Bei der letzten Aktionärsversammlung einige Monate zuvor hatte das Unternehmen einen Verlust von 1,64 Mio. Euro veröffentlicht. Der Vorstand hatte das Minus mit Problemen und Restrukturierungen bei der belgischen Pralinentochter Bouchard erklärt. Für 2016 gab Halloren bisher keine Geschäftszahlen bekannt.
Halloren Großaktionär Morzynski verkauft Anteile
Der langjährige Großaktionär Paul Morzynski steigt bei der Halloren Schokoladenfabrik in Halle aus. Der Unternehmer aus Hannover habe seine Anteile an den seit zweieinhalb Jahren beteiligten Investor Charlie verkauft, teilt Halloren mit.
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