Mit 24 Jahren trat der promovierte Mathematiker und Physiker in den Betrieb ein und blieb bis zu seinem Tod aktiv. Jeden Tag soll er sich über die Verkaufszahlen des Vortages informiert haben. Zuletzt war er Aufsichtsratsvorsitzender. Zu seinem 80. Geburtstag bekam er von seinen Mitarbeitern einen Computer geschenkt. "Das Internet gibt mir Zutritt zu Informationen, die für mich interessant sind", sagte er einmal zur Tageszeitung "Kurier".
Manner lebte für seine Süßwaren, obwohl sie ihm selbst wohl gar nicht so gut schmeckten. Sie würden ihm "im Hals kratzen", erzählte er oft mit einem Lachen. Verheiratet war er nie, auch Kinder hatte er keine. Sein Hund war allerdings stets an seiner Seite.
Sein Großvater, Josef Manner, gründete das Süßwaren-Unternehmen 1890 in Wien. Übernahmeangebote lehnte die Familie stets ab. Die hellrosa verpackten Schokowaffeln gehören in der Zwischenzeit zur österreichischen Identität.
Schokowaffel-Patriarch Carl Manner mit 87 Jahren gestorben
Der Enkel des Firmengründers der weit über Österreich hinaus bekannten "Manner Schnitten" ist tot. Carl Manner starb am Mittwoch mit 87 Jahren in einem Wiener Krankenhaus, teilte das Unternehmen mit. Manner galt wegen seines feinen Humors als beliebter Gesprächspartner. Trotz seiner Erfolge blieb er authentisch - trockene Managersprache war ihm fremd.
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