Der Discounter Netto mit dem Hund im Logo begrenzt den Verkauf von Eiern auf maximal zwei Packungen pro Einkauf. Das bestätigte das in Nord- und Ostdeutschland aktive Unternehmen auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Situation könnte sich ab kommender Woche entspannen
Als Grund nannte eine Sprecherin die angespannte Lage auf dem Eiermarkt. „Tierkrankheiten in regionalen Legehennenbeständen wirken sich auf die Verfügbarkeit von Eiern aus“, hieß es. Zwei regional bezogene Eierartikel könne der Discounter derzeit nur eingeschränkt beziehen. Gemeinsam mit den Lieferanten arbeite man daran, die Versorgung sicherzustellen. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die Situation ab der kommenden Woche entspannt.
Der Discounter Netto mit Sitz in Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern gehört zur dänischen Salling Group und ist nicht mit dem größeren Netto Marken-Discount zu verwechseln, der zu Edeka gehört. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben rund 340 Märkte mit etwa 6.000 Beschäftigten in acht Bundesländern.
Rewe meldet besondere Engpässe im Großraum Berlin
Andere große Lebensmittelhändler wie Aldi, Edeka, Lidl, Kaufland und Rewe schränken die Einkaufsmengen laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bislang nicht ein. Allerdings gilt die Lage auf dem Eiermarkt bereits seit Monaten als schwierig. Eine gestiegene Nachfrage und ein durch mehrere Tierseuchen eingeschränktes Angebot belasten demnach die Versorgung. Vereinzelt kommt es im Einzelhandel zu Engpässen. Marktanalystin Margit Beck von Marktinfo Eier und Geflügel betonte jedoch: „Ein nationaler Eiernotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen.“ Regionale Ausfälle durch die Newcastle-Disease hätten zu den beobachteten Engpässen geführt.
Besonders betroffen ist nach Angaben eines Rewe-Sprechers der Großraum Berlin. Dort seien die Erzeuger stärker belastet als anderswo. In Berliner Märkten könne es deshalb vorkommen, dass nicht immer die volle Auswahl an Marken, Packungsgrößen und Haltungsformen verfügbar sei. Frischeier gebe es aber immer.
