Tarifkonflikt Hunderte Beschäftigte protestieren in Hamburg für mehr Geld

In Hamburg haben Hunderte Beschäftigte des Handels für höhere Löhne gestreikt. Verdi fordert 7 Prozent mehr Lohn und lehnt die Angebote der Arbeitgeber ab. Betroffen waren unter anderem H&M, Rewe und Metro.

Freitag, 03. Juli 2026, 14:09 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Mit Warnstreiks untermauern Beschäftigte im Handel derzeit ihre Forderungen nach höheren Löhnen. Bildquelle: Getty Images

In Hamburg haben Hunderte Beschäftigte des Handels für höhere Löhne protestiert. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu Warnstreiks im Einzel- sowie im Groß- und Außenhandel aufgerufen. Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen, bei denen die Gewerkschaft die Angebote der Arbeitgeber ablehnt.

An einer Kundgebung in der Stadt beteiligten sich rund 300 Menschen, wie eine Verdi-Sprecherin mitteilte. Weitere 200 Beschäftigte protestierten den Angaben zufolge vor ihren Unternehmen. Betroffen von den Warnstreiks waren nach Gewerkschaftsangaben unter anderem der Modehändler H&M, die Lebensmittelkette Rewe sowie der Großhändler Metro. Der Handelsverband Nord erklärte, die Unternehmen erwarteten wie in der Vergangenheit keine nennenswerten Auswirkungen.

Die Tarifverhandlungen laufen seit April. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 7 Prozent. Die Arbeitgebervertreter haben bereits Angebote vorgelegt, die die Gewerkschaft jedoch zurückweist. Seit Beginn der Verhandlungen hat Verdi bereits mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Verhandlungen im Einzel- und Versandhandel sollen am kommenden Donnerstag fortgesetzt werden. Die Gespräche für den Groß- und Außenhandel sind für den 11. August angesetzt. Insgesamt betreffen die Verhandlungen rund 150.000 Beschäftigte in Hamburg, wie Verdi mitteilte.

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