Branchenzahlen für 2025 Heimtierhalter sparen bei Zubehör

Die deutsche Heimtierbranche hat 2025 knapp sieben Milliarden Euro umgesetzt. Im stationären Handel gingen die Erlöse jedoch leicht zurück – vor allem bei Zubehör und Bedarfsartikeln sparten die Verbraucher deutlich. Katzenfutter und Hundesnacks trotzten dem Trend und legten zu.

Montag, 27. April 2026, 12:24 Uhr
Theresa Kalmer
Katzen bleiben das beliebteste Heimtier – und sorgen mit stabiler Nachfrage nach Futter für Impulse im insgesamt stagnierenden Markt. Bildquelle: Getty Images

Die deutsche Heimtierbranche hat im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von knapp sieben Milliarden Euro erzielt. Damit blieb der Markt auf hohem Niveau, verzeichnete im stationären Handel aber einen leichten Rückgang von 0,7 Prozent auf gut 5,3 Milliarden Euro, während der Online-Handel etwas zulegte. Das geht aus Branchenzahlen hervor, die der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband der Heimtierbranche (ZZF) veröffentlicht haben. 

Besonders deutlich fielen die Verluste im Bereich Bedarfsartikel und Zubehör aus. Hier sank der Umsatz im stationären Handel um 4,6 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro. Alle Teilsegmente verzeichneten den Angaben zufolge Rückgänge – von Katzenstreu (minus 1,6 Prozent) über Hundezubehör (minus 6,5 Prozent) bis hin zu Kleintierbedarf (minus 10,2 Prozent). Die Verbände führen dies auf die angespannte finanzielle Lage vieler Verbraucher zurück, die größere Anschaffungen wie Hundezubehör, Kleintiergehege oder Vogelvolieren aufgeschoben hätten. „Die gesamtwirtschaftliche Lage ist derzeit für alle herausfordernd, für die Hersteller von Heimtierprodukten ebenso wie für Tierhalterinnen und Tierhalter“, sagte IVH-Vorsitzender Georg Müller laut der Mitteilung.

Stabiler zeigte sich der Markt für Fertignahrung, der mit rund 4,3 Milliarden Euro im stationären Handel nahezu auf Vorjahresniveau lag (plus 0,3 Prozent). Wachstumstreiber war vor allem Katzenfutter: Das größte Futtersegment legte um 1,3 Prozent auf gut 2,3 Milliarden Euro zu. Auch Hundesnacks wuchsen um 2,1 Prozent auf 768 Millionen Euro. Dagegen gingen die Umsätze mit Hunde-Feuchtfutter (minus 1,9 Prozent), Hunde-Trockenfutter (minus 2,7 Prozent) sowie mit Futter für Kleintiere (minus 7,3 Prozent), Ziervögel (minus 3,7 Prozent) und Zierfische (minus 3,2 Prozent) zurück.

Lebensmitteleinzelhandel bleibt wichtigster Absatzkanal für Tierfutter

Für den Lebensmitteleinzelhandel besonders relevant: Dieser Vertriebsweg – einschließlich Drogeriemärkten und Discountern – blieb mit einem Umsatz von mehr als 2,8 Milliarden Euro und einem Anteil von 66 Prozent der wichtigste Absatzkanal für Heimtier-Fertignahrung. Bei Bedarfsartikeln und Zubehör dominierte hingegen der Fachhandel mit einem Anteil von 76 Prozent und einem Umsatz von 808 Millionen Euro. Der Online-Handel erreichte den Angaben zufolge ein geschätztes Umsatzvolumen von mehr als 1,5 Milliarden Euro, ein leichtes Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In 43 Prozent aller deutschen Haushalte lebte 2025 mindestens ein Heimtier. Insgesamt zählten IVH und ZZF auf Basis einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Skopos 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in deutschen Haushalten. Die Katze blieb mit 15,7 Millionen Tieren das beliebteste Heimtier, gefolgt vom Hund mit zehn Millionen Tieren. ZZF-Präsident Norbert Holthenrich betonte in der Mitteilung: „Der deutsche Heimtiermarkt ist ein stabiler, gesellschaftlich verankerter Markt mit einer verlässlichen Nachfrage. Dennoch nehmen die wirtschaftlichen Belastungen zu – für Hersteller, Händler als auch für Tierhalterinnen und Tierhalter.“

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