Markenexpansion Bio Company mit Partnermodell für selbstständige Händler

Die Berliner Bio-Supermarktkette Bio Company führt ein Partnermodell ein. Selbstständige Händler sollen künftig unter der Marke Bio Company Märkte betreiben können. Das Unternehmen reagiert damit auf steigende Mieten und Lohnkosten.

Dienstag, 17. Februar 2026, 12:26 Uhr
Manuel Glasfort
Den Schriftzug der Bio Company sollen Verbraucher künftig vermehrt im Nordosten Deutschlands sehen, wenn das neue Kooperationsmodell des Unternehmens erfolgreich ist. Bildquelle: Bio Company

Die Berliner Bio-Supermarktkette Bio Company führt ein Partnermodell für selbstständige Bio-Händler ein. Das Unternehmen will damit in Nordostdeutschland und der Region Berlin-Brandenburg wachsen, wie es mitteilte. Als ersten Partner gewann Bio Company den Einzelhändler Ulli Löhle aus Schwerin. Sein Markt, den er bislang unter der Marke Alnatura führt, soll in den kommenden Monaten auf Bio Company umgeflaggt werden.

Vielfältige Unterstützung von der Zentrale

Das Unternehmen reagiert mit dem Partnermodell auf steigende Mieten und Lohnkosten, die den stationären Bio-Einzelhandel belasten. Partnerschaftlich geführte Märkte seien oft wirtschaftlich stabiler als zentral gesteuerte Filialen. Als Gründe nannte das Unternehmen eine höhere Identifikation der Betreiber mit ihrem Markt sowie effizientere Kostenstrukturen.

Die Partner erhalten Unterstützung von der Zentrale in Bereichen wie Einkauf, Sortiment, Logistik, Warensteuerung, IT-Systeme sowie Marketing und Markenauftritt. „Unser Anliegen ist es, unternehmerische Freiheit vor Ort mit den Vorteilen eines starken Netzwerkes zu verbinden“, sagte Nicole Korset-Ristic, Vorständin für Einkauf und Sortiment sowie für die Expansion. Mittelfristig strebe Bio Company den Aufbau eines Partnernetzwerks in der Region Nordostdeutschland und Berlin-Brandenburg an.

Einzelhändler sieht klare Perspektive für Mitarbeiter

Händler Löhle bezeichnete das Partnermodell als beste Alternative nach Auslauf seiner aktuellen Partnerschaft mit Alnatura. „Für mich ist es die beste Alternative nach Auslauf der aktuellen Partnerschaft und eine klare Perspektive für meine Mitarbeiter“, sagte Löhle. Er sehe die Chance, seinen Markt wirtschaftlich stabil weiterzuentwickeln und gleichzeitig Teil einer starken regionalen Bio-Marke zu sein.

Das Partnermodell ermöglicht Bio Company nach eigenen Angaben Wachstum in Regionen, in denen zentral geführte Märkte wirtschaftlich schwer darstellbar wären. Zugleich stärke es den regionalen Bio-Fachhandel. Die Einzelhändler könnten von einem großen Netzwerk langjähriger regionaler Lieferanten, einem attraktiven Angebot für die Kunden und effizienter Logistik profitieren, erläuterte das Unternehmen.

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