Die Girocard verzeichnet einen neuen Rekord bei den Bezahlvorgängen. Im vergangenen Jahr nutzten Kunden die Karte rund 8,3 Milliarden Mal an Ladenkassen in Deutschland, wie Euro Kartensysteme mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2024. „Damit behauptet die Girocard ihre Marktführerschaft und unterstreicht zugleich die Bedeutung eines eigenständigen deutschen Zahlungssystems“, so die Frankfurter Einrichtung.
Durchschnittlicher Betrag pro Transaktion sinkt
Kunden zahlen zunehmend auch kleinere Beträge mit der Karte, die landläufig oft noch als EC-Karte bezeichnet wird. Der durchschnittliche Betrag pro Transaktion sank den Angaben zufolge auf 37,25 Euro und erreichte damit einen neuen Tiefstand. Im Jahr 2024 hatte der Durchschnittsbetrag noch bei 38,85 Euro gelegen und war damit erstmals unter die 40-Euro-Marke gefallen. Die gesamten Umsätze mit der Girocard summierten sich im vergangenen Jahr auf rund 308 Milliarden Euro, was einem Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Kontaktloses Bezahlen wird zum Standard
Das kontaktlose Bezahlen entwickelt sich zum Standard. Fast neun von zehn Zahlungen mit der Girocard wickelten Kunden im vergangenen Jahr kontaktlos ab. Im Dezember erreichte der Anteil dieser Zahlungen mit 88,5 Prozent einen neuen Höchstwert, nach 86,8 Prozent im Vorjahr. Nach Einschätzung von Euro Kartensysteme ermöglichen mittlerweile fast alle der gut 1,34 Millionen Bezahlterminals im Einzelhandel das schnelle Bezahlen.
Kontaktloses Bezahlen funktioniert mit Girocards und Kreditkarten, die einen sogenannten NFC-Chip besitzen. Auch mit einem Smartphone oder einer Smartwatch können Kunden über Dienste wie Apple Pay und Google Pay kontaktlos zahlen. Die Daten zur Abwicklung der Bezahlung werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn Kunden Karte, Smartphone oder Smartwatch nah an das Gerät halten. Bei geringen Beträgen entfällt die Eingabe der Geheimnummer.

