Fast die Hälfte der Deutschen steht Drohnenshows als Alternative zu klassischem Silvesterfeuerwerk offen gegenüber. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.002 Personen ab 16 Jahren. 44 Prozent der Befragten gaben an, offen für Drohnenshows anstelle klassischer Feuerwerke zu sein. Jeweils 22 Prozent zeigten sich sehr offen beziehungsweise eher offen. 28 Prozent lehnen die Alternative eher ab, weitere 24 Prozent komplett. Frauen sind mit 48 Prozent aufgeschlossener als Männer mit 39 Prozent.
Fast ein Viertel der Befragten würde es begrüßen, wenn anstelle offizieller Feuerwerke nur noch Drohnenshows stattfänden, teilte der Verband mit. Allerdings glaubt eine Mehrheit von 62 Prozent nicht, dass Drohnenshows die Stimmung eines klassischen Feuerwerks vollständig ersetzen können. Nur 36 Prozent halten Drohnenfeuerwerke für ebenso stimmungsvoll.
Die Umfrage zeigt auch Umweltbedenken beim klassischen Feuerwerk. Mehr als ein Drittel der Deutschen macht sich Gedanken über die Umweltauswirkungen. 52 Prozent sehen Drohnenshows als gute Möglichkeit, Lärm zu reduzieren. 41 Prozent halten sie für eine tierfreundliche Alternative. „Drohnenfeuerwerke werden nicht von einzelnen Personen gelenkt, sondern folgen einer zuvor genau programmierten Choreografie“, zitierte der Verband Sebastian Klöß, Experte für Consumer Technology beim Bitkom, in der Mitteilung.
Bitkom sieht Drohnen als programmierte Choreografie
20 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Drohnenfeuerwerke klassische Feuerwerke langfristig größtenteils ersetzen werden. 14 Prozent wären bereit, für Drohnenshows Eintritt zu zahlen. Bei Drohnenshows fliegen lichtstarke Drohnen am Himmel und zeigen Formationen und Muster. Die Drohnen werden zentral von einer Software gesteuert und kommunizieren miteinander, sodass die Formationen synchron ablaufen.
Solche Shows kommen bisher vor allem in den USA und China zum Einsatz, wie der Verband mitteilte. Sie verursachen kaum Lärm, setzen keinen Feinstaub frei und belasten die Umwelt weniger. Auch bei Drohnen könne es zwar technische Fehlfunktionen geben, das Unfallrisiko sei jedoch deutlich geringer als bei klassischer Pyrotechnik, so Klöß.
